[DE] ÖPNV-Talk - Berlin und Brandenburg
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Heute habe ich etwas auf Facebook entdeckt von UndergroundBerlin:
,,Ohren auf: Die U-Bahn Berlin bekommt neue Ansagen - Zumindest zur Abfertigung. Die "alten" Ansagen von Ingo Ruff wurden bereits beim Ik (1025+1026) und den Hk-Einheiten 1002 und 1020 ausgetauscht.
Auffälligste Neuerung: Statt "Zug nach..." heißt es jetzt "Zug Richtung...""Weiß man denn ob alle Ansagen also auch die Haltestellenansagen bei Bus und Tram geändert werden oder sind das jetzt nur die Abfertigungsansagen bei der U-Bahn?
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Nein, nur die Abfertigungs Ansagen der U Bahn werden geändert.
Warum hat man eigentlich die Richtungs Ansagen in der Straßenbahn wieder raus genommen Bsp. "M4 ... Falkenberg. " Ich meine die sind doch für Blinde Menschen zum Teil sehr Hilfreich !?
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Nur waren sie für Anwohner Grund für Beschwerden.
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Leute gibts ... ist ja nicht so das bei U- und S- Bahn Abfertigungs Ansagen gibt die teilweise lauter sind, desweiteren ist das Abfahrtssignal unserer Straßenbahn auch nicht gerade leise ...
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Aber die Straßenbahnhaltestellen sind meist deutlich näher an den Wohnungen, als U- und S-Bahnen. Wenn man den Lärm dorch reduzieren kann, dann sollte man das auch tun, man muss ja nicht alles überstrapazieren.
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Was gab es denn da für Ansagen, und wann soll das gewesen sein? Kann mich da jemand aufklären?
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Was gab es denn da für Ansagen, und wann soll das gewesen sein? Kann mich da jemand aufklären?
An jeder Haltestelle wurde, einige Sekunden nach dem Öffnen der Türen, ein Gong mit anschließender Ansage des Zugziels abgespielt. Also z.B. "M4 S Bahnhof Hackescher Markt". Das muss so etwa 2011 gewesen sein.
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Echt, das ist ja mal was. Und das habe ich nicht mitbekommen? Fahre eigentlich oft Straßenbahn, auch damals schon. War das auf allen Linien so?
Ich wurde in der Tat schon einige Male von sehbehinderten/blinden Personen gefragt, welche Linie mit welchem Ziel denn gerade eingefahren sei. -
In Erfurt gibt es das auch schon seit ein paar Jahren und funktioniert prima.
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Weiß hier eigentlich jemand, wer bzw. was hier auf der S3X (so heißt der S3-SEV S Ostkreuz - S Rummelsburg - Kosanke-Siedlung - Gustav-Holzmann-Straße in der VBB-App, ich wähnte mich schon bei der S-Bahn Mitteldeutschland) so alles fährt?
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ich habe häufiger nen SEV-Bus von nem Potsdamer SUB gesehen, kann aber auch sein, das das selbst die VIP ist, was ich mir aber nicht vorstellen kann.
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Günter Anger Omnibusbetriebe und Bayern Express & P. Kühn Berlin GmbH besitzen Busse in ViP-Lackierung, da sie Verkehrsleistungen im Auftrag für den ViP erbringen.

Kann natürlich sein, dass solch ein Wagen dort im SEV gelandet ist. -
Also ein Bus war auf jeden fall von Anger ich hab nen Citraro(in VIP lackierung) und nen Iveco gesehen die dort furhren aber auch nur von der S Bahn aus.
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Werden die dann dort irgendwo abgestellt? Es wäre ja doch ziemlich weit immer aus der Potsdamer Ecke bis nach Friedrichshain/Rummelsburg zu fahren.
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Ich glaube wohl kaum, dass die Fahrzeuge random irgendwo auf der Straße abgestellt werden. Meistens bei Logistik-Unternehmen oder bei anderen Bus-Unternehmen. BEX stellt nur Steckschilder.
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Na dass sie nicht irgendwo auf der Straße stehen, ist mir auch klar. Es ging mir nur darum, nicht jeden Tag den ganzen Weg zu fahren.
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Eventuell bricht ja nun doch noch der von einigen Beobachtern vermutete Show-Down bezüglich der Finanzierung von Straßenbahnen im Land Brandenburg aus.
Im Hinblick auf die Barrierefreiheit ab 2022 klagen die Kommunen über die möglichen Belastungen seit vielen Jahren. Die rot-rote Landesregierung interessiert diese Klagen nicht, denn sie beruft sich fleißig weiterhin auf ihren gängigen Paragraphen aus dem ÖPNV-Gesetz, der besagt, dass die Kommunen für die Finanzierung des ÖPNVs selbst zu sorgen haben. Die überalterte Tram-Flotte im Land Brandenburg stört die Landesregierung selbst ja nicht - in ihrer Landeshauptstadt Potsdam fahren zum großen Teil moderne Bahnen, die über diverse andere Quellen finanziert wurden. Nun brennt im Hinblick auf das Jahr 2022 in Frankfurt (Oder) die Luft, neue, niederflurige Bahnen müssen her, denn der SVF-Fuhrpark in Frankfurt (Oder) besteht zum großen Teil aus KT4D, die nun nicht mehr ansatzweise eine Niederflurigkeit erreichen.
Selbst in der Lausitz-Metropole Cottbus mit seinen 100.000 Einwohnern runzelt man die Stirn. Cottbusverkehr ist sich selbst nicht einmal sicher, ob die gerade frisch modernisierten KTNF6 überhaupt mit ihrem Niederflurmittelteil die Gesetzeslage ab 2022 erfüllen können. Gleiches gilt für Brandenburg an der Havel.
Aber die Landesregierung kann diese Aufschreie nicht verstehen: So investiert sie doch jährlich ganze fünf (!!!) Millionen Euro nur in die sieben Bus- u. Straßenbahnverkehrsbetriebe sowie in den Eberswalder O-Bus. Diese finanziellen "Sonderzuweisungen" werden bspw. über die Streckenkilometer der Tram geschlüsselt. So erhalten die Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel GmbH für ihre Straßenbahn jährlich etwas über 300.000 Euro, mit den sie - zumindest nach gängiger Meinung der Landesregierung - doch Neufahrzeuge ansparen soll. Dass dieses Sümmchen ein Tropfen auf den heißen Stein ist, wird sich sicher jeder 3. Klasse-Schüler erklären können, der den Neuwert einer Tram in das Verhältnis zu jährlichen 300.000 Euro setzt. Schön, dass der Drittklässler das kann - bei der SPD und den Linken ist man im Brandenburger Landtag leider noch nicht so weit.
Während man in Potsdam bei Rot-Rot noch die Bedienung des Taschenrechners erlernt, hat die Opposition (CDU) nun mittlerweile die verheerende Situation erkannt: Eine neue Tram kostet rund 3 Millionen Euro, mit den pauschalen Zuweisungen lassen sich von den Betrieben nur die notdürftigsten Dinge am Bestandfuhrpark reparieren. Für die momentane Modernisierung der KTNF6 in Brandenburg an der Havel und Cottbus müssen die Kommunen noch selbst in die Tasche greifen, um rund 130.000 Euro pro Fahrzeug für eine komplette Modernisierung einsetzen zu können.
Zwar sind die Tatra-Bahnen nahezu unverwüstlich, nach 30-40 Jahren wird es aber nun teilweise eng mit der Ersatzteilversorgung. Bei Cottbusverkehr in Cottbus - verfügt europaweit über eine der modernsten Straßenbahnwerkstätten - ist man mittlerweile schon im Internet auf der Suche nach Ersatzteilen, da die Altbestände zur Neige gehen.
Neben der CDU melden sich nun auch die Grünen zu Wort. Der Grüne-Verkehrspolitiker Jungclaus straft Rot-Rot ab, indem er sie auffordert, mehr Verantwortung für Busse und Bahnen zu zeigen. Ohne Landesmittel drohe ein massiver Qualitätsverlust im ÖPNV im gesamten Land Brandenburg.
Wer Rot-Rot im Land Brandenburg kennt, dem wäre es nichts neues, wenn hier versucht wird, den Nicht-Landeshauptstädten wieder das Leben schwer zu machen. Man könnte meinen, dass hier mit Absicht versucht wird, Straßenbahnen aus dem Land Brandenburg zu verbannen. Erst unlängst 2005 entsandte Rot-Rot hinter vorgehaltener Hand Boten aus Potsdam nach Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder), Cottbus, Schöneiche, Woltersdorf und Strausberg, um diese Kommunen davon zu überzeugen, ihre Trams abzuschaffen und durch Busse zu ersetzen. Seitens der Landesregierung hätte man sogar für die Kommunen auf die Rückzahlung von Investitionsmittel verzichtet. Was sich wie ein schlechter Scherz anhört, ist im Land Brandenburg wieder einmal die harte Realität. Im Jahre 2005 haben alle Kommunen natürlich die Anfrage aus Potsdam als "Taschenspielertrick" abgestempelt und postwendend nach Potsdam zurückgeschickt - nach Ansicht der Brandenburgischen Landesregierung sollte abgesehen von Potsdam natürlich keine weitere Kommune ein Straßenbahnsystem besitzen.
Michael Jungclaus sticht sogar eine große Wunde auf, die man in Potsdam hätte lieber mit mehreren Binden verdecken sollen: Während andere Bundesländer eine Finanzierungsmöglichkeit für Straßenbahnen geschaffen hat, sieht Rot-Rot dafür im Land Brandenburg keinen Zwang. Er fordert Rot-Rot auf, endlich Finanzierungen für Neufahrzeuge zu schaffen. Beispielsweise in Rostock wurden 19 Millionen Euro für den Austausch von Tatra-Bahnen zur Verfügung gestellt. Auch Sachsen finanziert den Neukauf von Straßenbahnen mit. In Berlin wurde schon vor Jahren eine Finanzierungsgesellschaft gegründet, die aus BVG und Senat besteht und fleißig neue Trams mitfinanziert. Nur Rot-Rot schafft es in Brandenburg nicht, solch eine Beteiligungsgesellschaft zu gründen. In Brandenburg schafft man sonst so viel, das Land Brandenburg besitzt und finanziert beispielsweise Landesbehörden, die kein anderes der restlichen 15 Bundesländer besitzt, in Brandenburg finanziert man sich den Bau einer Regierungsfestung in Potsdam... nur: Was bekommt man in Brandenburg nicht hin: Die Finanzierung von neuen Straßenbahnen!
Es wird derzeit mit einem Investitionsstau allein bei den Straßenbahnbetrieben im Land von gut 170 Millionen Euro für neue Fahrzeuge gerechnet. Frankfurt (Oder) wird vermutlich 3-gliederige SOLARIS TRAMINO-Trams beschaffen in einer Stückzahl von 13 Fahrzeugen bei rund 32 Millionen Euro Gesamtkaufpreis.
Die Opposition fordert nun 2017 und 2018 jeweils 15 Millionen Euro für die Betriebe auszuzahlen. Etwas davon soll auch für die W-LAN-Ausstattung in Bussen genutzt werden.
Wenigstens fällt nun die Verkehrsexpertin der Linken, Anita Tack mit Zack ihrem Koalitionspartner SPD in den Rücken: Sie fordert neben der CDU und den Grünen den ÖPNV mit Landesmitteln zu stärken. Wer ökologisch sinnvolle Verkehrsmittel wolle, der sollte auch finanziell von der Landesseite dafür parat stehen. Derzeit laufen noch die Verhandlungen. Entweder es kommt nun endlich zu einer Finanzierung - unwahrscheinlich - oder die SPD bringt ihre koalierende Linken-Expertin auf Kurs, sie hält ihren Mund und es passiert weiterhin nichts. Mal sehen.
Ich zitiere mich nun ungern selbst, aber die Landesregierung in Brandenburg scheint derzeit zumindest finanziell etwas nachzusteuern in Sachen Finanzierung für neue Straßenbahnen. Mitte November haben sich nun Frankfurt (Oder), Cottbus, Potsdam, Brandenburg an der Havel, Schöneiche-Rüdersdorf, Woltersdorf und Strausberg zu einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zusammengeschlossen. In dieser soll der Druck auf die Landesregierung weiter erhöht werden, heißt es. Tatsächlich hat die Landesregierung für ihren Haushalt 2017/18 nun die ersten finanziellen Mittel eingeplant. 12 Millionen Euro wurden bereitgestellt. Bei einem Gesamtvolumen von erwarteten 170 Millionen Gesamtbedarf im brandenburgischen Tram-Investitionsverschleppungssumpf eher ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein, aber immerhin schon etwas.
Ebenfalls reifte auch in diesem Jahr weiterhin die Idee seitens der beteiligten Verkehrsbetriebe, auch in Zukunft an einer gemeinsamen Ausschreibung von neuen Bahnen festzuhalten - abzüglich von Frankfurt (Oder) und Strausberg wären so für die übrigen Verkehrsunternehmen immer noch locker fünf Dutzend Züge zu bestellen, was hoffentlich auch für finanzielle Vorteile sorge. Inwiefern dann auf regionale Wünsche (Drehgestelle anstatt Starrachsen, Zweirichter, ...) eingegangen werden kann, müsste sich im Detail angeschaut werden.
Nach bekannter Erfahrung scheren sich namhafte Tram-Hersteller nicht um Kleinstbestellungen. Unter 10 Fahrzeuge Gesamtabnahme bekäme man nach Meinung des VBBr-Betriebsleiters Nothnagel nicht einmal auf der Messe einen Kaffee noch ein Angebot. So kann es nur sinnvoll sein, weiterhin an einer gesammelten Großbestellung festzuhalten.
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Laut dem aktuellen Koalitionsvertrag des neuen Senates soll sich in Sachen Verkehr (BVG) in der deutschen Hauptstadt einiges tun:
Die BVG bekommt ab 2020 einen neuen Verkehrsvertrag für 15 Jahre.

Folgende Projekte sollen schnell abgeschlossen werden:
1.) S+U Hauptbahnhof - Rathenower Straße - Turmstraße - U Turmstraße
2.) Umbau Ostkreuz
3.) Karl-Ziegler-Straße - S Schöneweide (samt neuem Betriebshof)
4.) Umbau S MahlsdorfIn der laufenden Legislaturperiode sollen folgende Straßenbahnstrecken geplant, planfestgestellt und baulich mindestens begonnen werden:
5.) S+U Alexanderplatz - U Rotes Rathaus - U Spittelmarkt - U Stadtmitte - S+U Potsdamer Platz - U Kurfürstenstraße - U Bülowstraße -
U Kleistpark - S+U Innsbrucker Platz - U Walther-Schreiber-Platz - U Schloßstraße - S+U Rathaus Steglitz
6.) U Turmstraße - U Mierendorffplatz
7.) S+U Warschauer Straße - U Schlesisches Tor - U Hermannplatz
8.) Heinersdorf - Blankenburg (neues Wohngebiet)
9.) Pasedagplatz - Heinersdorf - S+U PankowIn dieser Legislaturperiode soll der Planungsbeginn für die weiteren Strecken sein:
10.) S Schöneweide - S Köllnische Heide - S Sonnenallee - U Hermannplatz
11.) U Hermannplatz - U Hallesches Tor - S Anhalter Bahnhof - S+U Potsdamer Platz
12.) S+U Potsdamer Platz - U Wittenbergplatz oder S+U Zoologischer Garten
13.) U Mierendorffplatz - S+U Jungfernheide - Entwicklungsgebiet Tegel
14.) S+U Pankow - S Wollankstraße - U Pankstraße - S+U Wedding - U Turmstraße
15.) U Mierendorffplatz – Luisenplatz
16.) U Spittelmarkt - Lindenstraße - U Hallesches Tor – U Mehringdamm
17.) Johannisthal - U Zwickauer Damm
Der U-Bahnbau soll nach der Fertigstellung der U5 nicht mehr vorangetrieben werden.
1.) Alle Busspuren sollen 24h/ 7d die Woche gelten
2.) Neue Busspuren und "Lückenschlüsse" im Busspurnetz
3.) Busspuren sollen besser überwacht werden
4.) Mehr Geld für den barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen
5.) Mehr Kaphaltestellen
6.) XXL-Busse und Buszüge werden nicht beschafftSämtliche Vorrangschaltungen (Bus und Straßenbahn) sollen schnellstmöglich wieder in Betrieb gehen und eine absolute ÖPNV-Priorisierung erhalten. Die Fahrpreise sollen stabil bleiben.
Edit by Lukas: Alles oki.
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Das klingt doch alles ziemlich nice ... hoffen wir mal, dass das auch wirklich alles so umgesetzt wird.