[DE] ÖPNV-Talk - Berlin und Brandenburg

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  • Wieso glaubst du einfach, dass die DB auf die Forderungen eingegangen ist und die GDL nun schlicht aus Bosheit weiterstreikt? Das ist doch Unsinn. Das Streikrecht ist auch keine Veto-Funktion, sondern ein Mittel, dass Arbeitnehmer im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen haben und nutzen dürfen. Bis Sonntag gab es eine Pause, weil man verhandelte, aber das Angebot der DB kam den Forderungen der GDL nicht nahe genug, also wird nun wieder gestreikt. Ein völlig natürlicher Vorgang. Durch Reden allein lässt sich kaum eine Forderung durchsetzen, das haben vergangene Arbeitskämpfe doch bewiesen.


    Der einzige Unsinn daran ist der, dass Streiks eigentlich zu Verhandlungen führen sollen - im aktuellen Streik will man aber seitens der GDL nicht verhandeln, sondern sämtliche Forderungen 1:1 umgesetzt bekommen. So etwas ist unklug und völlig überzogen - Verhandeln bedeutet, dass man sich gegenseitig anhört und Dinge auf einen gleichen Nenner bringt. Sicherlich sind Kernforderungen schwerwiegende Angelegenheiten - aber genau deshalb braucht die GDL nicht erwarten, dass die DB das so kommentarlos hinnimmt. Auch ein "Nein" muss seitens der GDL endlich mal verstanden werden. Glaubst du wirklich, dass die DB AG nur allein von Luft und Liebe lebt? Das ist alles ein enges finanzielles Konzept, das nicht endlos Cash produziert, jenes sich vielleicht noch zu 25% von allein verzinst und jedem Mitarbeiter das 16-fache Weihnachtsgeld erwirtschaftet. Irgendwo sind dem bunten Treiben betriebswirtschaftliche Grenzen gesetzt - wenn mir bspw. eine Einzelfahrt Brandenburg <---> Bln. Wannsee bald so teuer wie 'nen Fahrschein Gesamtbereich kommt, könnte ich tatsächlich über die Anschaffung eines PKW nachdenken, wenn die Zeitkarten ähnliche Rahmenbedingungen aufweisen. Dann amortisiert sich Leasingrate, Wartung, Versicherung, Reparatur und Kraftstoff über das ähnliche teuere Zugticket - weshalb sollte ich dann noch auf den 30-Minutentakt Regionalexpress angewiesen sein, wenn ich für den gleichen Preis fahren kann, wie ich will.

    :)
  • Warum wünschst du der DB einen langen Atem; was hast du, was haben wir davon, wenn der Arbeitskampf länger dauert und die DB als Siegerin daraus hervorgeht?


    Ich persönlich habe davon nix. Wegen meiner können die den Laden auch jahrelang dichtmachen. Es kann aber nicht sein, dass eine Gewerkschaft Millionen Menschen in Geiselhaft nimmt und das zu den "besten" Terminen, die sie finden konnte. Sollen sie streiken, bis sie umfallen.



    Also weil andere von ihrem Recht keinen Gebrauch machen, dürfen die Lokführer das auch nicht? Die tun nichts illegales, sondern nutzen ihre Rechte, die von der Verfassung garantiert werden.


    Deswegen werden die "Helden der Arbeiterklasse" - aka GDL - auch massenhaft von der Bevölkerung auf den Schultern getragen und vollends unterstützt. Ob man da andere Existenzen vernichet, ist der GDL ebenso scheißegal wie die Tatsache, dass beim letzten Streik zehntausende Famlilien ihren hart ersparten Urlaub nicht antreten konnten. Dafür erwarten die Damen und Herren dann noch Solidarität und wundern sich, warum sie von den Massen nicht auf den Schultern durch die Straßen getragen werden?



    Jeder kann sich auch politisch für eine Wiederverstaatlichung der DB AG einsetzen, mit Verbeamtung aller Lokführer. Dann gibt es keine Streiks mehr. Angesichts der Wichtigkeit von Mobilität in unserer Gesellschaft, des ohnehin weitgehend ausbleibenden Wettbewerbs auf der Schiene und der hohen Preise für Bahntickets bei schlechter Leistung (hatte dieses Jahr noch keinen Fernzug mit weniger als 10 Min. Verspätung in der Ankunft) entgegen aller Versprechungen von 1994, halte ich das für die beste Lösung.


    Och, dank des Wettbewerbs fahren in Berlin und Brandenburg wenigstens noch ein paar Regionalbahnlinien. Lokführer müssen heute gewiss keine Beamten mehr sein.

    U-Bahn fahren heißt Zeit ersparen!

  • ... Ob man da andere Existenzen vernichet, ist der GDL ebenso scheißegal wie die Tatsache, dass beim letzten Streik zehntausende Famlilien ihren hart ersparten Urlaub nicht antreten konnten ...


    Du übertreibst - ehrlich! Und zwar schon fast auf Bildzeitungs-Niveau, wenn man da von Niveau überhaupt sprechen kann. Ich habe mir an dem Wochenende und werde das auch dieses wieder tun, ganz bequem den Fahrplananzeiger des Magdeburger Hauptbahnhofs auf dem PC einblenden lassen und habe festgestellt, daß 50% aller Züge mit dem sogenannten "Notfahrplan" fahren konnten. Will sagen, es war möglich Bahn zu fahren und ich könnte jetzt nicht mal beurteilen, ob die noch fahrenden Züge wegen der Medienpropaganda auch wirklich "besser" ausgelastet waren, also voller waren, als sonst, wenn die abgeschreckten Wochenend-Ticket-Nutzer mit unterwegs sind. Vielleicht dauert es hier und da ein wenig länger von A nach B zu kommen, aber das durch die GDL Existenzen vernichtet werden oder Urlaube nicht angetreten werden können, ist wohl eher eine subjektive Vermutung, als durch Zahlen nachzuweisen. Die Infrastruktur der deutschen Eisenbahnen liegt trotz des Streiks der GDL nicht vollends still.


  • Du übertreibst - ehrlich!


    Natürlich, die GDL tut mit ihrem Streik ja auch viel Gutes. Die Fernbusse platzen aus allen Nähten, Mietwagen sind begehrt wie nie und ist selbst in aller Munde. Ob da nun ein paar Schüler, Studenten und Arbeitnehmer Probleme haben, zur Arbeit zu kommen - egal. Und die Streiktermine fielen sicherlich nur rein zufällig auf den Ferienbeginn und das nächste Wochenende. Da steckt natürlich keinerlei Kalkül hinter.


    http://www.tagesspiegel.de/ber…zu-bekommen/10931738.html

    U-Bahn fahren heißt Zeit ersparen!

  • Ich finde die Verhältnismäßigkeit ist nicht mehr gegeben. Fakt ist, es gibt in der Öffentlichkeit kaum noch Verständnis für den Streik. Da kann sich der Herr Weselsky und die GDLer noch so bockig hinstellen. Unumstritten ist die Vorgehensweise der GDL anscheinend auch nicht innerhalb GDL, wenn man diesen Link trauen kann -> http://www.indemore-gdl.de/.

    Blau-Weiß sind unsere Farben,
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  • im aktuellen Streik will man aber seitens der GDL nicht verhandeln, sondern sämtliche Forderungen 1:1 umgesetzt bekommen

    Sieht man auch daran, dass Weselsky den Vorschlag zum Hinzuziehen eines Mediators eiskalt abgelehnt hat.

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    Windows 10 HP 64bit | 232GB SSD + 931GB SATA III + 2x externe à 1TB | i7-6700K 4x 4,00GHz | 16GB RAM | GeForce GTX 1060 3GB | DirectX 12 || Logitech G27 | 2x "AOC e2795Vh" + 1x "AOC E2752VA" à 1920x1080 || OMSI 2 läuft ganz passabel :P
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  • Der einzige Unsinn daran ist der, dass Streiks eigentlich zu Verhandlungen führen sollen - im aktuellen Streik will man aber seitens der GDL nicht verhandeln, sondern sämtliche Forderungen 1:1 umgesetzt bekommen.


    Es wurde mehrfach gesagt, dass das Grundrecht der GDL, ihre eigenen Mitarbeiter bei Tarifverhandlungen zu vertreten, von dieser nicht zur Diskussion gestellt wird. Bei den Gehaltserhöhungen und Arbeitszeitverkürzungen ist die GDL hingegen laut eigener Aussage verhandlungsbereit. Ich sehe keinen Anlass, an dieser Aussage zu zweifeln. Das Problem ist, dass die DB die Grundbedingung der GDL, damit ein Angebot für diese überhaupt akzeptabel ist, ignoriert. Die Behauptung von der 1:1-Umsetzung aller Forderungen als Bedingung ist falsch.


    Sicherlich sind Kernforderungen schwerwiegende Angelegenheiten - aber genau deshalb braucht die GDL nicht erwarten, dass die DB das so kommentarlos hinnimmt. Auch ein "Nein" muss seitens der GDL endlich mal verstanden werden.


    Ein "Nein" zum Grundrecht der Tarifautonomie wird von der GDL verstanden, muss (und darf meiner Meinung sogar) jedoch von ihr überhaupt nicht akzeptiert werden. Kann die DB etwa erwarten, dass die GDL dies so kommentarlos hinnimmt?


    Glaubst du wirklich, dass die DB AG nur allein von Luft und Liebe lebt? Das ist alles ein enges finanzielles Konzept, das nicht endlos Cash produziert, jenes sich vielleicht noch zu 25% von allein verzinst und jedem Mitarbeiter das 16-fache Weihnachtsgeld erwirtschaftet.


    Es ist genug Geld vorhanden, um Politikern wie Pofalla, deren Nutzen für dieses Unternehmen doch fragwürdig ist, ebenso ein bequemes Polster zu bieten wie ehemaligen Gewerkschaftsfunktionären, die für ein paar Monate im Vorstand waren, eine Abfindung von mehreren Millionen zu bezahlen. Aber die Mitarbeiter, die für den eigentlichen Geschäftszweck die Leistung erbringen, müssen immer alles hinnehmen? Entweder, weil der Aufschwung nicht gefährdet werden darf, oder weil die wirtschaftliche Lage gerade so schlecht ist? Wann darf ein normaler Arbeitnehmer denn noch auf einen Lohnzuwachs hoffen, wann ist diese Forderung überhaupt noch angemessen, wenn immer diese Argumente kommen? Es wurde doch bei den letzten Tarifabschlüssen oft nicht einmal die Inflation kompensiert. Warum haben wir trotz angeblich guter Wirtschaftslage in Deutschland einen so schwachen Binnenkonsum, so dass Merkel und Co. deswegen bereits international in der Kritik stehen? Weil den Menschen schlicht das Geld fehlt und ihnen ständig Angst und Bange gemacht wird.


    Irgendwo sind dem bunten Treiben betriebswirtschaftliche Grenzen gesetzt - wenn mir bspw. eine Einzelfahrt Brandenburg <---> Bln. Wannsee bald so teuer wie 'nen Fahrschein Gesamtbereich kommt, könnte ich tatsächlich über die Anschaffung eines PKW nachdenken, wenn die Zeitkarten ähnliche Rahmenbedingungen aufweisen. Dann amortisiert sich Leasingrate, Wartung, Versicherung, Reparatur und Kraftstoff über das ähnliche teuere Zugticket - weshalb sollte ich dann noch auf den 30-Minutentakt Regionalexpress angewiesen sein, wenn ich für den gleichen Preis fahren kann, wie ich will.

    :)


    Du sprichst hier vom ÖPNV. Den bezahlt sowieso der Aufgabenträger, in diesem Fall also der VBB. Wenn die DB zu teuer wird, kann die Leistung (S-Bahn oder was auch immer) auch an einen Wettbewerber vergeben werden. Das ist der Kapitalismus, den die Politik vor 20 Jahren mit der Privatisierung eigentlich erreichen wollte.


    Ich persönlich habe davon nix. Wegen meiner können die den Laden auch jahrelang dichtmachen. Es kann aber nicht sein, dass eine Gewerkschaft Millionen Menschen in Geiselhaft nimmt und das zu den "besten" Terminen, die sie finden konnte. Sollen sie streiken, bis sie umfallen.


    Welche Termine passen denn? Unter der Woche geht es wegen den Pendlern nicht, am Wochenende und Feiertagen wegen den Ausflüglern und Urlaubern. Die Züge sind niemals leer. Wenn es die DB nix kostet, dann bringt ein Streik auch nix.


    Deswegen werden die "Helden der Arbeiterklasse" - aka GDL - auch massenhaft von der Bevölkerung auf den Schultern getragen und vollends unterstützt.


    Was die Masse meint, ist nicht unbedingt immer das richtige. Man brauche sich nur mal die in den letzten Jahren gewachsene Zustimmung zur Todesstrafe ansehen. Die Masse steht unter dem Einfluss der Medien und denkt zuallererst an sich selbst. In den Kommentaren auf SPON und Co sind aber durchaus auch viele Stimmen zu finden, die die GDL unterstützen.


    Ob man da andere Existenzen vernichet, ist der GDL ebenso scheißegal wie die Tatsache, dass beim letzten Streik zehntausende Famlilien ihren hart ersparten Urlaub nicht antreten konnten. Dafür erwarten die Damen und Herren dann noch Solidarität und wundern sich, warum sie von den Massen nicht auf den Schultern durch die Straßen getragen werden?


    In der Auseinandersetzung gibt es zwei Parteien. Die DB geht auch nicht hinreichend auf die Forderungen ein, wie ich weiter oben schon schrieb. Würde sie das tun, also das Recht der GDL akzeptieren, und die GDL würde dennoch streiken, dann würde ich dir recht geben. So ist der Streik jedoch vollkommen legitim. Ein Streik, der niemandem wehtut, bringt nix. Und im Verkehrswesen sind Streiks immer schlimm für die Fahrgäste. Die Melodie war dieselbe, als die Busse, U- und Straßenbahnen im öffentlichen Dienst bestreikt wurden. Wer den Beschäftigten dort kein Streikrecht zuspricht, der muss diese Grundrechtseinschränkung irgendwie kompensieren (Beamtenstatus).


    Och, dank des Wettbewerbs fahren in Berlin und Brandenburg wenigstens noch ein paar Regionalbahnlinien. Lokführer müssen heute gewiss keine Beamten mehr sein.


    Na, dann ist der Streik also doch gar nicht so schlimm? Eine widersprüchliche Argumentation. Wären Lokführer Beamte, würden heute alle Regionalbahnen fahren, nicht nur "wenigstens noch ein paar". Die ganze Diskussion um die Streiks hätten wir dann gar nicht. Es hatte schon einen guten Grund, weshalb damals im 19. Jahrhundert die Bahnen verstaatlicht und später die Bahner zu Beamten gemacht wurden, denn die Oberen sahen, dass sie existenziell wichtig für Wirtschaft und Gemeinschaft (und damals auch noch für das Militär) waren. Nun quengelt ganz Deutschland wegen des Streiks der Lokführer, aber du bist der Meinung, sie müssen "gewiss keine Beamten mehr sein". Stimmt zwar, denn es gibt heutzutage Fernbusse und viel mehr Pkw als früher, für das Militär ist die Bahn auch nicht mehr so wichtig und auch der Lkw-Verkehr ist stärker und besser organisiert als früher. Aber dann muss man halt auch akzeptieren, dass diese gewöhnlichen Angestellten das verdammte Recht haben, für ihre Forderungen zu kämpfen. Rosinenpickerei is nicht.


    Ich finde die Verhältnismäßigkeit ist nicht mehr gegeben. Fakt ist, es gibt in der Öffentlichkeit kaum noch Verständnis für den Streik.


    Das würde ich der Öffentlichkeit durchaus zutrauen, immerhin läuft eine offene Medienkampagne gegen die GDL und Weselsky. Trotzdem, da du von "Fakt" sprichst, würde ich dazu gern die Quelle sehen.


    Da kann sich der Herr Weselsky und die GDLer noch so bockig hinstellen. Unumstritten ist die Vorgehensweise der GDL anscheinend auch nicht innerhalb GDL, wenn man diesen Link trauen kann -> http://www.indemore-gdl.de/.


    Und genau bei letzterem tue ich mich schwer. Das ist eine Initiative, die aus internem Gewerkschaftsknatsch heraus entstanden ist und nicht etwa aus der Erkenntnis, die aktuellen Streiks wären unrechtmäßig oder unangemessen. Hier haben einfach ein paar ehemals hochrangige Funktionäre noch eine Rechnung mit Weselsky offen, was für die Frage nach der Angemessenheit und Rechtmäßigkeit der Streiks aber total irrelevant ist.
    Apropos Rechtmäßigkeit: Bereits während des letzten Streiks wurde die Bahauptung bzw. Vermutung in die Welt gesetzt, die Streiks seien unrechtmäßig, weil nicht ausreichend Mitglieder dafür gestimmt hätten. Auch auf dieser Website ist davon die Rede. Jetzt hört man nichts mehr davon - warum wohl? Weil es sich eben nur um eine Medienkampagne handelte? Mehr dazu: Link


    Sieht man auch daran, dass Weselsky den Vorschlag zum Hinzuziehen eines Mediators eiskalt abgelehnt hat.


    Die DB und die Politik tun jetzt natürlich alles, um die GDL schlecht aussehen zu lassen. Dazu gehört auch so ein Last-Minute-Schlichtungsvorschlag, das ist dieselbe Strategie wie beim Last-Minute-Angebot vor dem letzten Streik. Manipulation der öffentlichen Meinung, Darstellung der GDL als Bösewicht. So lange die DB nicht die Kernforderung der GDL nach Vertretung ihrer eigenen Mitglieder akzeptiert, ist eine Verhandlung aber sinnlos. Diese Forderung ist nach dem Auslaufen der Vereinbarung von 2007 völlig legal (vom Grundgesetz ist dieses Recht garantiert) und auch in Anbetracht der gewerksschaftlichen Mitgliederverhältnisse legitim (die EVG hat eben nicht die Mehrheit beim Zugpersonal). Die DB hat nur Angst, dass die mächtigen Lokführer in der unbequemen GDL künftig ihre Macht auch für die Ohnmächtigen anderen Beschäftigten (Zugbegleiter, Restaurant- und Bistropersonal) einsetzen könnten, also eben keine Spartengewerkschaft mit Partikularinteressen (was man ihr ja immer vorwirft) mehr bleibt.

  • Respekt an die BVG, die versucht so ziemlich alles zu tun um die Menschenmassen irgendwie zu Transportieren.
    Natürlich gibt es überfüllte Züge und Bahnhöfe(sicher auch Busse), sowas bleibt leider nicht aus.
    Ich musste bei der U7 für Hin und zurück auf insgesamt 4 U Bahnen verzichten, da die bis zum bersten voll waren, obendrauf gab es freundliche Hinweise von den Fahrern, dass es nicht die letzte Bahn sei die fährt - die nächste kam schon nach 3 Minuten und mit Glück auch noch schön leer.
    "Mein" Zug nach Rathaus Spandau musste überraschend schon auf Anweisung an den Fahrer in Rohrdamm enden, aus irgendwelchen Gründen sollte der wieder zurück nach Rudow fahren:D.


    Man merkte aber auch das die BVG wohl alles rausgeschickt hat, was nur irgendwie fährt denn da war schon ein ziemlich altes Modell bei mit ein paar Defekten.


    Andere Linien sind sicher noch übler dran, daher bin ich Froh das es auf der U7 eigentlich noch recht gut ging.

    ex OMSI Forum Moderator(circa 6 Jahre :O ).

  • Leute, Leute, Leute,
    was für ein Shitstorm gegen die GDL hier betrieben wird spottet ja jeder Beschreibung! Ich kann einige hier nicht nachvollziehen. Wie bereits gesagt ist der Streik ein Grundrecht eines jeden Arbeitnehmers, in unserem Fall der Lokführer, und nur weil jetzt wesentlich mehr Menschen von diesem Streik betroffen sind, weil eine Gewerkschaft streikt, bedeutet das noch lange nicht, dass es in anderen Firmen keine Streiks gibt! Es gibt dort sogar wesentlich größere Streiks, man bekommt sie eben nur nicht so mit wie bei der DB.


    Streiken kann man auch nicht einfach so, das ist ein langwieriger Prozess bis gestreikt werden kann. Ich erkläre mich mal dazu bereit es den unwissenden, die der Meinung sind, was die GDL da macht sei völliger Bullshit, zu erläutern. Zu erst müssen die Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt werden von einer Seite (Arbeitgeber, sprich DB, oder Arbeitnehmer, sprich GDL) Das passiert auch nicht einfach so, da werden nämlich einige Tage, wenn nicht sogar Wochen bis hin zu Monaten verhandelt und erst dann kann man mit einem triftigem Grund die Verhandlungen für gescheitert erklärt werden. Sind sie nun für gescheitert erklärt endet auch somit die "Friedenspflicht", die z.B. Streiks verbietet. Nun müssen die Leute, die die Verhandlungen auf Arbeitnehmerseite geführt haben zum Vorstandsvorsitzenden gehen und diesem erklären warum die Verhandlungen gescheitert sind. Dieser entscheidet nun nach Antrag der Verhandler, ob gestreikt wird oder nicht. Erst wenn er zustimmt, kommt es erst einmal zu einer sogenannten Urabstimmung der Mitglieder, d.h. mindestens 75% der Mitglieder müssen für einen Streik stimmen, VOR JEDEM STREIK!!! Später hingegen reichen 25% der Mitglieder, um das Angebot der Arbeitgeberseite anzunehmen! Und man sollte bedenken, wenn die Mitglieder sich für einen Streik entscheiden, entscheiden sie sich gegen einen Großteil ihres Lohns, also werden die sich sehr wohl überlegen für was sie stimmen.


    Weiterhin sind, wie bereits erwähnt, die Tage der Streiks nicht zufällig gewählt, sondern so gelegt, dass es dem Arbeitgeber, DB, richtig wehtut und damit bekommt es den Anschein, dass dieser Konflikt auf dem Rücken der Kunden ausgetragen wird, wird er aber nicht. Weselsky hat selbst in einem Interview gesagt, dass die Kunden der DB die letzten sind, denen die GDL schaden will, bloß was sollen sie sonst tun? Habt ihr alternative Vorschläge?


    Es ist auch zu erwähnen, auch bereits angesprochen, dass die GDL keineswegs für alle Mitarbeiter der DB die Verhandlungen führen will, sondern lediglich für ihr Mitglieder und das ist nach dem Gesetz der Tarifautonomie auch ihr gutes Recht! Und die Angebote des Arbeitgebers hat die GDL immer deswegen abgelehnt, nicht weil Ihnen das Angebot nicht passte, sondern weil die Angebote der DB das Streikrecht der Mitglieder der GDL massiv beschnitten hätten und das wäre aus meiner Sicht ein Eingreifen in das Grundgesetz, was absolut inakzeptabel ist!


    Und seien wir ehrlich, den Mitarbeitern sollte auch ein vernünftiges Gehalt, sowie ein sicherer Arbeitsplatz, eine sichere Rente, etc. pp., alles zustehen, weil das, was sie machen, sehr wohl ein Knochenjob ist. Die Lokführer tragen immerhin die Verantwortung von hunderten von Passagieren den ganzen Tag lang! Oder wollt ihr lieber einen frustrierten Lokführer vorn in der Lok sitzen haben, der frustriert und dadurch unaufmerksam ist und wohlmöglich noch einen Unfall baut? Das kann ich mir nicht vorstellen, wenn doch, belehrt mich bitte eines besseren.


    Natürlich ist es im Moment für uns alle äußerst anstrengend, aber Schuld an dem ganzem Dilemma hat ja nun letztendlich die Deutsche Bahn. Würde sie ein vernünftiges Angebot vorlegen, so hätte die GDL auch keinen Grund zum Streiken und ich denke die Forderungen der GDL sind annehmbar und eigentlich nur auf unser bestes bedacht.


    Denkt bitte drüber nach was ihr sagt, bevor sowas hierbei rüber kommt, denn es ist nicht soviel Bullshit dran, wie die Medien es leider momentan verbreiten.
    Schönen Abend euch noch

    ;-)
  • @Bern(ar)d Das ist leider falsch da 4425 noch nicht mal offiziell angemeldet ist und nur zu Schulungszwecken dort ist. Ich muss das ja wissen bin grad auf Spandau in der VSB und Gruppenleiterbüro

  • Weiß jemand auf welchen Linien die Scanias in den nächsten Tagen fahren? Ich hätte nämlich auch gerne mal das Vergnügen mit dem Ding zu fahren.

    ;)

    Keine Kleingeld - is' mir egal, Keine Trinkgeld - is' mir egal, Gar keine Geld - is' nisch egal, egal....

  • Ich würde dir raten, damit bis nächste Woche zu warten. Bei dem Chaos und den Massen hast du erstens nicht viel davon und zweitens wäre es ein verdammt feiner Zug (Wortspiel, sponsored by GDL) von dir, wenn du auf überflüssige Fahrten verzichten würdest und die Busse den Leuten überlässt, die diese nötiger brauchen.

    ;)

    U-Bahn fahren heißt Zeit ersparen!

  • Es geht da nicht nach Linien, sondern nach den darauf geschulten Kollegen. Die Dinger können morgen auch dem 135er laufen. Zur Zeit kommt "dank" des GDL-Streiks alles auf die Strecke, was Räder hat und verkehrssicher ist.

    U-Bahn fahren heißt Zeit ersparen!