[DE] ÖPNV-Talk - Nordrhein-Westfalen

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  • Schrumpfende Einwohnerzahlen sprechen nicht grade für die Attraktivität einer Stadt, nech? Und ja, zu einer attraktiven Stadt gehört
    auch ein guter ÖPNV.


    Naja das Argument ist ziemlich unlogisch. Ich glaube nicht das Leute den Entschluss, Wuppertal zu verlassen an Hand des ÖPNV Netzes abhängig machen.


    Und hier in der Umgebung ist Wuppertal wirklich die Stadt, die eines der besten ÖPNV Netze hat. Da können sich fast alle Nachbarstädte eine Scheibe von ab schneiden.


    Und falls Du Staakener schonmal in Wuppertal warst und dir mal ein wenig die Stadt angeguckt hättest, würdest du schnell fest stellen, dass Wuppertal nicht wirklich für ein großes und gut funktionierendes Straßenbahnnetz geeignet ist.

  • Wenn man sich den ÖPNV in Hagen anschaut.. dann hat Wuppertal Luxus Verhältnisse vom Takt der Linien her.

    Et kütt wie et kütt.

  • Ein 20 Minuten Takt ist bei euch in der Umgebung Luxus? Im städtischen Bereich von z.B. Bonn (Ähnliche Einwohnerzahl) kommt man auf einen sehr viel dichteren Takt, auch die Außenbezirke verfügen zum Großteil über einen weitgehenden 10 Min-Takt. Nur ganz am Rand der Stadt, hat man einen 20 Minuten Takt, da meißt 2 Linien in jeweils einem 20 Minuten Takt weite Strecken im Parallelverkehr fahren. Dazu gesellt sich ein kleines Straßen-/Stadtbahn-Netz, welches das weitläufige Busnetz ergänzt. Sowas würde ich weniger als Luxus sehen, sondern für eine Stadt mit mehr als 200.000 Einwohnern, als Notwendigkeit.

  • Es hat nichts mit der Einwohnerzahl zu tun, ob ein Bus jetzt alle 10, 20, oder 45 min kommt.
    Der entscheidene Punkt ist, ob die Linie voll ausgelastet ist, oder ob kaum jemand diese Linie nutzt.
    Wenn in Großstädten eine bestimmte Linie nicht den gewünschten erfolgt erzielt, wird die Route meistens zum Fahrplanwechsel geändert, oder es werden andersweitige Maßnahmen in betracht gezogen - Das es zu solchen Maßnahmen kommt ist aber !garnicht bis äußerst selten! der fall.

  • Es hat nichts mit der Einwohnerzahl zu tun, ob ein Bus jetzt alle 10, 20, oder 45 min kommt.
    Der entscheidene Punkt ist, ob die Linie voll ausgelastet ist, oder ob kaum jemand diese Linie nutzt.
    Wenn in Großstädten eine bestimmte Linie nicht den gewünschten erfolgt erzielt, wird die Route meistens zum Fahrplanwechsel geändert, oder es werden andersweitige Maßnahmen in betracht gezogen - Das es zu solchen Maßnahmen kommt ist aber !garnicht bis äußerst selten! der fall.


    Das leuchtet mir ein, nur eine Stadt mit weniger als 100.000 Einwohnern, wird wohl kaum bis garnicht einen 10 Minuten Takt auslasten können. Darum sind dort meistens 20 Minuten oder 30 Minuten Takte zu finden. Ergo: Die Einwohnerzahl spielt doch in gewissem Maß eine Rolle.

    ;)
  • Also hier, aber nicht in Wilhelmshaven, das ist noch 20 Kilometer entfernt, fährt nur einmal am Tag ein AST in jede Richtung.

    :D


    Staakeners Argument das es sich um ein "dümmliche und veraltete" Verkehrspolitik handelt kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Denn wenn es möglich ist ein Jahr lang einen vernünftig bedienten ÖPNV, trotz Wegfall der Schwebebahn, aufrecht zu erhalten und das ohne großes Chaos, klappt diese "dümmliche und veraltete" Verkehrspolitik aber ganz schön gut. Das würde in Berlin nicht klappen, die schaffen das ja nicht mal unter Alltagsbedingungen . . M41 und M29 . . .


    Aber diese unsachliche und kindische "Argumentation", ist ja eigentlich keine, ist echt . .

    :rolleyes:
  • Das leuchtet mir ein, nur eine Stadt mit weniger als 100.000 Einwohnern, wird wohl kaum bis garnicht einen 10 Minuten Takt auslasten können. Darum sind dort meistens 20 Minuten oder 30 Minuten Takte zu finden. Ergo: Die Einwohnerzahl spielt doch in gewissem Maß eine Rolle.

    ;)


    Ja, aber meistens sind die Linien in Städten auch nicht ausgelastet genug, dass sich ein 10 min. Takt lohnen würde.


    Sagen wir, es gibt viele Faktoren

    ^^

  • Staakeners Argument das es sich um ein "dümmliche und veraltete" Verkehrspolitik handelt kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Denn wenn es möglich ist ein Jahr lang einen vernünftig bedienten ÖPNV, trotz Wegfall der Schwebebahn, aufrecht zu erhalten und das ohne großes Chaos, klappt diese "dümmliche und veraltete" Verkehrspolitik aber ganz schön gut.


    Na dann kann man ja die Schwebebahn auch gleich ganz einstellen, nech? Schon mal daran gedacht, dass sich die Fahrgäste in Zeiten
    von Sperrungen andere Wege suchen oder gleich mit dem Auto fahren?



    Das würde in Berlin nicht klappen, die schaffen das ja nicht mal unter Alltagsbedingungen . . M41 und M29 . . .


    Zwei wunderschöne Beispiele wo das System Bus versagt und die Umstellung auf das nächst höherwertige und leistungsfähigere Verkehrs-
    mittel - Straßenbahn - höchste Zeit wird! Aber das sollte dann im Bereich Berlin+Brandenburg thematisiert werden.



    Aber diese unsachliche und kindische "Argumentation", ist ja eigentlich keine, ist echt . .

    :rolleyes:


    Na dann warte ich auf deine Argumente.

  • Prüfen und Abnehmen machen die KVB aber nicht selber...






    Ja genau sehe ich genauso; es ist Gott sei dank nichts passiert, man muss einfach alles kontrollieren und dafür sorgen, das keine Tür mehr offen bleibt und dann ist die Sache auch gegessen.

  • Zitat von »SWWVWilhelmshaven«


    Aber diese unsachliche und kindische "Argumentation", ist ja eigentlich keine, ist echt . .


    Na dann warte ich auf deine Argumente.


    Meine Argumente habe ich schon genannt. Du sagst die Verkehrspolitik ist "dümmlich und veraltet", ich denke diese Aussage ist falsch., schließlich scheint die Verkehrspolitik in Wuppertal ja nicht vollkommen dümmlich oder veraltet zu sein, sondern zu funktionieren, wenn das alles 2010 so gut geklappt hat.


    Außerdem die Straßenbahn als Möglichkeit um die Probleme auf der M41 und M29 zu beheben ist wohl ausgeschlossen, glaubst du das könnte die BVG/die Stadt Berlin überhaupt leisten?


  • Meine Argumente habe ich schon genannt. Du sagst die Verkehrspolitik ist "dümmlich und veraltet", ich denke diese Aussage ist falsch., schließlich scheint die Verkehrspolitik in Wuppertal ja nicht vollkommen dümmlich oder veraltet zu sein, sondern zu funktionieren, wenn das alles 2010 so gut geklappt hat.


    Schon super, wenn die Fahrgastzahlen zurückgehen und das Defizit wächst: Link. Genial!



    Außerdem die Straßenbahn als Möglichkeit um die Probleme auf der M41 und M29 zu beheben ist wohl ausgeschlossen, glaubst du das könnte die BVG/die Stadt Berlin überhaupt leisten?


    Wenn man das untersucht, und der Kosten-Nutzen-Faktor über 1 liegt, ja natürlich. Das ist aber alles weniger eine Frage des Geldes, sondern
    eine Frage des poltischen Willens. Und da sieht es vielerorts sehr sehr mau aus (Aachen, Hamburg, Berlin und wie die Städte alle heißen).

  • Quote

    Schon super, wenn die Fahrgastzahlen zurückgehen und das Defizit wächst: Link. Genial!

    Wo liest du im Link, dass die Fahrgastzahlen so doll zurückgegangen sind!?
    Dort wird sogar geschrieben, dass der Wert recht stabil ist, dafür, dass das wichtigste Verkehrsmittel der Wuppertaler so oft außer Betrieb war.


    Weiß dein Problem gerade nicht..

    ?(

    Et kütt wie et kütt.

  • Wo liest du im Link, dass die Fahrgastzahlen so doll zurückgegangen sind!?
    Dort wird sogar geschrieben, dass der Wert recht stabil ist, dafür, dass das wichtigste Verkehrsmittel der Wuppertaler so oft außer Betrieb war.


    Gegenfrage: Wo schrieb ich, dass die Fahrgastzahlen doll zurückgegangen sind? Sie blieben zwar recht stabil, aber sie waren rückläufig.
    Das ist nunmal Fakt. Also so spurlos ging der war Ersatzverkehr nun nicht an den Stadtwerken vorbei. Nicht mehr und nicht weniger.
    Dafür zeigt der Rückgang aber eines ganz deutlich: Der Ersatzverkehr konnte der Bahn nicht das Wasser reichen.


    Um aber ein Missverständnis auszuräumen:
    Es geht mir nicht darum, den Bus zu verteufeln. Weder in Aachen, Wuppertal oder im Rest der Republik. Ich bin und bleibe aber der Ansicht,
    dass jedes Verkehrsbedürfnis mit dem passenden Verkehrsmittel abgedeckt werden sollte. Sei es als Bus, Straßenbahn/ Stadtbahn/ U-Bahn
    oder S-Bahn. Denn je wirtschaftlicher ein Verkehrsunternehmen arbeiten kann, desto mehr Fahrgäste zieht es an und das kommt dann auch
    dem Bus zu Gute (und natürlich der Lebensqualität in den Städten).

  • Die Fahrgastzahlen sind trotz der "nicht vorhandener" Schwebebahn ja ziemlich konstant geblieben, also sind ja doch nicht so viele auf ihr Auto umgestiegen. Zeigt natürlich auch das die Schwebebahn nicht die größte Bedeutung zu haben scheint. Ich sage ja nicht das es was bringt an der Schwebebahn festzuhalten, aber stattdessen da ne Straßenbahn hinzubringen scheint mir auch nicht sinnvoll . .


    Und bis das was in den Bau reingesteckt wurde wieder raus ist vergeht auch einige Zeit und ich denke das ist für Berlin doch zu viel, vor allem muss man beachten das es noch andere Dinge gibt die ein Rolle spielen und man nicht immer nur alles auf den ÖPNV konzentrieren kann . .

  • Nur das die Straßenbahnen/Stadtbahnen und U-Bahnen in einigen Städten schwer umzusetzen sind..
    Enge Kurven, enge Straßen, starke Steigungen.. kein Geld zum U-Bahn bauen.


    Da spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle.. und der Bus ist einfach erstmal günstiger und die Fahrgäste ohne Auto fahren mit dem Bus genauso wie mit der U-Bahn, da sie drauf angewiesen sind.
    Und ich würde es nun nicht so schön finden überall in der Stadt die Oberleitungen der Straßenbahn sehen zu müssen.

    Et kütt wie et kütt.

  • Die Fahrgastzahlen sind trotz der "nicht vorhandener" Schwebebahn ja ziemlich konstant geblieben, also sind ja doch nicht so viele auf ihr Auto umgestiegen. Zeigt natürlich auch das die Schwebebahn nicht die größte Bedeutung zu haben scheint. Ich sage ja nicht das es was bringt an der Schwebebahn festzuhalten, aber stattdessen da ne Straßenbahn hinzubringen scheint mir auch nicht sinnvoll . .


    Die Schwebebahn will ja auch niemand ersetzen. Der Zug ist jetzt abgefahren, aber ob man heute die gleiche Entscheidung wie 1987
    treffen würde?



    Und bis das was in den Bau reingesteckt wurde wieder raus ist vergeht auch einige Zeit und ich denke das ist für Berlin doch zu viel, vor allem muss man beachten das es noch andere Dinge gibt die ein Rolle spielen und man nicht immer nur alles auf den ÖPNV konzentrieren kann . .


    Zum Beispiel dumpfe Stadtautobahnen durch noch funktionierende Stadtviertel? Vergiss aber bitte nicht, dass Investitionen ein völlig
    anderer Haushaltsposten als Instandhaltung ist. Vereinfacht gesagt: spart man sich den Bau einer Straßenbahn, wird davon weder ein
    einziger Lehrer eingestellt noch auch nur ein Klassenzimmer neu gestrichen. Der Weiterbetrieb der Busse muss nebenbei auch noch
    finanziert werden. Man spart am Ende also nichts.