Ottomotor-Gibt es weitere Details?

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  • Hallo liebes Forum
    Ich habe einen Geschichtsvortrag in der Schule etwa in einem Monat. Was wisst ihr genau über den Ottomotor? Bei Wikipedia finde ich einfach nur eine Komplizierte Beschreibung, die ich trotzdem noch verwenden werde, möchte aber noch mehr wissen. Zum Beispiel wird nicht beschrieben, in welchen Fahrzeugen er verwendet wurde, oder ab wann die Produktion war. Jedoch habe ich das Gefühl, dass der Trabi in OMSI 2 soeinen hat. Für Infos bin ich sehr dankbar. Vielen Dank

    :D






    LG Manotohom

    Die Gier,Die Gier die schadet dir


    Alter Name war manothom ;)


  • Zum Beispiel wird nicht beschrieben, in welchen Fahrzeugen er verwendet wurde, oder ab wann die Produktion war.


    Die Motoren werden heute noch täglich zig tausende Male verbaut.

    ;)



    Jedoch habe ich das Gefühl, dass der Trabi in OMSI 2 soeinen hat. Für Infos bin ich sehr dankbar. Vielen Dank

    :D



    Alle Benziner aus OMSI haben den.

    U-Bahn fahren heißt Zeit ersparen!

  • Den Ottomotor kennen wir halt häufig nur als Benzinmotor, wie er in ganz vielen Fahrzeugen verbaut wird.
    Hier ist er nur nach seinem Erfinder benannt. Das hat sich beim Ottomotor aber nciht so durchgesetzt wie beim Dieselmotor.


    Insofern hast du schon Recht, der Trabbi hatte einen 2-Takt-Ottomotor, heute werden aber fast nur noch 4-Takt-Ottomotoren verbaut.
    Aber auch Roller, Mopeds, Rasenmäher und Motorsägen arbeiten häufig mit Ottomotoren.
    So pauschel kannst du sagen: Alles was mit Benzin läuft ist ein Ottomotor.
    Es gibt zwar noch den Wankelmotor, der auch mit Benzin läuft, aber den kann man imo vernachlässigen.

  • Die Wirkung beider Motoren ist die wahrscheinlich prominenteste. Aber vorab: Rudolf Diesel erfand den Dieselmotor, weshalb der auch im Allgemeinen als Dieselmotor bezeichnet wird. Im Gegensatz entwickelte Nicolaus August Otto Verbrennungsmotoren im weiteren Sinne - die Bezeichnung "Ottomotor" wurde dem Benzinmotor lediglich zur Ehrung Ottos verliehen. Otto war zusammen mit Eugen Lange Begründer der weltweit ersten Motorenfabrik in Köln.


    Ferner handelt es sich beim Ottomotor um einen "Fremdzünder" (Zündung erfolgt durch Zündkerzen) und beim Dieselmotor um einen "Selbstzünder" (Komprimierung der erhitzten Verbrennungsluft, keine Zündung durch Zündkerzen). Folglich besitzt der Dieselmotor erst keine Zündkerzen, weil diese überflüssig sind. Der Dieselmotor verfügt über sogenannte "Glühkerzen", die den Brennraum vorheizen. Dies hilft bei tiefen Temperaturen.


    Somit verliefe das Gespräch zwischen Meister und Auszubildener in der Kfz-Werkstatt ähnlich erfolglos wie zwischen selbigen im EDV-Fachladen: "Hol' mir 'mal 4 Zündkerzen für den Diesel!" ist gewissermaßen gleichläufig mit "Hol' mir 'mal 5 Meter WLAN-Kabel!"

    :)

    Die Tatenfolge wäre nur reine Zeitverschwendung.


    Zurück zum Wirkprinzip: Der Diesel erzeugt halt die Leistung "aus sich heraus" - beim Ottomotor geht das primär eher über die Drehzahl. Beim Diesel gibt es halt den optimalen Drehzahlbereich. In jenem kann ordentlich Power abgerufen werden und zeitgleich ein vernünftiger Verbrauch erzielten werden. Verlässt man jenen, fällt die Leistung ab und der Verbrauch nimmt exorbitant zu. Beim Benziner hingegen lässt sich jener Drehzahlbereich sehr viel mehr ausdehnen. Der Verbrauch nimmt selbstverständlich auch zu, jedoch kann ich bei hohen Drehzahlen noch vernünftig Leistung abrufen.


    Dieselmotoren finden in nahezu allen Nutzfahrzeugen aber auch Pkw ihren Nutzen. Jedoch wäre es falsch zu behaupten, dass es nur so wäre: Denn setzt man bspw. in Dauerfrost-Gebieten Lkw mit Benzinmotoren ein, weil sich Fremdzünder halt bei tiefen Temperaturen einfacher handhaben lassen, als Dieselmotoren.

  • Da Berlin&Brandenburg schon allgemein Diesel- und Ottomotore beschrieben hat, gehe ich etwas mehr auf die beiden Ottomotore ein, und später auf einen dritten Verbrennungsmotor.


    Der Trabant hat natürlich auch einen Ottomotor. Im Prinzip genauso wie die meisten anderen Fahrzeuge in Omsi, wie der Golf, Zitroen, Manta, Mercedes. Bei den letztgenannten Fahrzeugen gibt es natürlich auch Modelle mit einem Dieselmotor. Aber die Ottomotore bei all diesen Fahrzeugen unterscheidet sich trotzdem. Während der Trabant (genauso wie der Wartburg und Barkas) durch einen 2-Takt-Motor angetrieben werden, haben die meisten anderen Fahrzeuge einen 4-Takt-Ottomotor. An der Stelle sei mal erwähnt, daß es auch einen 2-Takt-Dieselmotor gab. Die Unterscheide haste ja nun schon gelesen.


    Die Unterschiede zwischen 2-Takt- und 4-Takt-Motoren liegt in der Anzahl der verwendeten Takte. Als einen Takt bezeichnet man die Bewegung des Kolbens in eine Richtung, also entweder nach oben oder nach unten,


    4-Takter:
    #1 = Das Einlaufventil öffnet sich - Ansaugen der Kraftstoffluftgemisch
    #2 = Das Einlaufventil schließt sich - Schließen der Verbrennungskammer und Verdichten des Gemisches
    #3 = jetzt wird der Kolben nach unten gedrückt - Zündung durch Zündkerze und ausdehnung des explodierenden Gemisches (eigentlicher Arbeitsgang)
    #4 = das Auslassventil öffnet sich - Öffnen der Brennkammer und Ausstoß des Abgases


    Demnach arbeitet der 4-Takt-Motor eigentlich nur bei jedem 3.Weg des Kolbens.


    2-Takter:
    #1 = Einleiten des Kraftstoffluftgemisch und Verdichten
    #2 = Zündung des Gemisches durch die Zündkerze und Ausstoß des Gemisches, sowie das gleichzeitige einleiten des neuen Kraftstoffluftgemisches.


    Danach arbeitet ein 2-Takt-Motor bei jedem 2. Hub des Kolbens


    Die Unterschiede sind schon dadurch zu erkennen, das ein 2-Takt-Motor keine Ventile hat. Er ist also ein Ventilfreier Motor. Und es wird nicht bei jedem 2. Takt eine Arbeitsvorgang durchgeführt, wie beim 4-Takter, sondern bei jedem Kolbenhub. Die weiteren Unterschied liegen aber auch im Kraftstoff und der Weg des Gemisches. Beim 4-Takter wirde das Benzin oder der Diesel durch einen Vergaser zerstäubt (es entsteht ein Kraftstoff-Luftgemisch und wird dann über ein Saugrohr (Saugmotoren) in die Brennkammer geleitet oder durch einen Kompressor und durch eine Düse in die Brennkammer gespritzt. Die Verbindung der Brennkammer und des Verbindungerohres wird durch ein Ventil abgedichtet. Dieses Ventil gibt es beim 2-Takter nicht. Nach dem das Benzin+Öl-Gemisch durch den Vergaser zu einem Kraftstoffluftgemisch zersteubt wurde, wird es durch das Kurbelwellengehäuse geleitet. Dort schmiert der Kraftstoff noch die Kurbelwelle und wird dann durch einen Zulauf an der Seite des Kolbens nach oben geleitet. Der Kolben verschließt dann den Zulauf des Kraftstoffes durch die Bewegung (keine mechanische Klappe oder ähnliches) und Verdichtet das Gemisch. Daher benötigt man für einen 2-Takt-Motor eine Bezin-Öl-Gemisch, meist im Verhältnis 1:25 oder 1:50. Bei einem 4-Takt-Motor befindet sich das Öl getrennt vom Kraftstoff in der Ölwanne. Die Ölwanne wiederrum ist der untere Teil des Kurbelwellengehäuses, in der sich die Kurbelwelle dreht und das Öl dadrin schmiert den diese Welle. Der 4-Takt-Motor benötigt aber noch eine 2. Welle die meist oben liegt. Das ist dann die Nockenwelle, die die Ventile bewegt. Die Nockenwelle drückt die Ventile nach unten, wodurch sich der Zugang zur Brennkammer öffnet und eine Feder drückt das Ventil wieder zu.


    Ein weiterer Unterschied gibt es auch bei der Kühlung der Motoren, wobei dies kein Unterschied über die Taktzahl des Motor's gibt. Während die einen Motoren (meist 2-Takter) Luftgekühlt sind, sind die meisten 4-Takter Wassergekühlt. ABER es gibt auch 2-Takter die Wassergekühlt sind und auch 4-Takter mit Luftkühlung. Es gibt auch kleine festgelegte Grenze mit der Anzahl der Zylinder im Motor. Da gibt es alles:
    kleine Motorräder und Krafträder, sowie kleine Arbeitsmaschienen (Rasenmäher, Laubsauger, Kettensägen) haben meist nur einen Kolben - und sind eigentlich 2-Takt-Ottomotore.
    größere Motorräder haben dann meist 2 bis 4-Zylinder meist als 2-Takt-Motoren.
    PKW's haben meist 4 bis 6-Zylinder als 4-Takter. Früher aber auch 2-4-Zylinder als 2-Takt-Motor
    LKW's und Lokomotiven haben dann schon 4-12-Zylinder (lokomotiven haben auch mehr Zylinder) als Dieselmotor
    Schiffe, große Boote, und Notstromaggregate haben dann zwischen 8 bis 24-Zylinder Dieselmotore.
    Allerdings nutzen Schiffsdiesel dann auch teilweise Schweröl als Treibstoff.
    Aber wie Eingangs bereits erwähnt gibt es auch Lokomotiven mit 3-Zylinder-2-Takt-Dieselmotoren.


    Letzendlich ist die Drehzahl meist aussagekräftiger. Nicht immer:


    2-Takt-Ottomotore 1000-8000 U/min
    4-Takt-Ottomotore 1000-24000 U/min
    2-Takt-Dieselmotor 700-4000 U/min
    4-Takt-Dieselmotor 500-7000 U/min
    Wankelmotor 1000-15000 U/min
    (das sind nur durchschnittliche Werte. Beim Motorsport gibt es noch höher Drehzahlen (Dragstarfahrzeuge) und bei Dieselmotoren noch jiedrigere Drehzahlen (Langsamläufer)).


    Ein dritter Motor, der sich erheblich von den beiden genannten (Kolbenhubmotoren) deutlisch unterscheidet, ist der von Felix Wankel ab 1924 entwickelte Kolbenrotationsmotor. Der Wankelmotor hat einen rotierenden Kolben und führt ständig eine Arbeitsfunktion aus, währned er gleichzeitig die anderen Arbeitsgänge quasi nebenbei und zusätzlich ausführt. Auch hier gibt es zwei Formen des Motors. Einmal den Grehkolben-Wankelmotor und einmal den Kreiskolben-Wankelmotor. Die Grundfunktion ist bei deiden Motoren gleich. Der Gasaustausch und das Verbrennen des Kraftstoffes geschied während einer kompletten umdrehung des innenliegenden Kolbens.
    Die Vorteile dieses Motors liegen in der Erschütterungsarmut während ein Bezin- oder Dieselmotors deutlicher vibrieren. Der Nachteil des Wankelmotors sind aber der höhere Krafstoffverbrauch und die einseitige thermische Belastung aber auch die schlechtere Dichtigkeit des Motors. Auch dieser Motor kann als Bezin- oder als Dieselmotor ausgelegt werden.


    Die größten Unterschiede bei diesen 3 Motorenarten sind aber die Wirkungsgrade der Motoren. Ein Wankelmotor hat den größten Wirkungsgrad, aber leider zum Preis des höheren Kraftstoffverbrauchs und der erhöhten einseitigen thermischen Belastung. Der Bezinmotor folgt dierekt danach. Er läuft nicht so ruhig wie der Wankelmotor, verbraucht aber auch weniger Kraftstoff. Der letzte ist dann der Dieselmotor der zwar einen höheren Wirkungsgrad als der Ottomotor hat, aber in einem kleineren Drehzahlbereich, aber auch wieder weniger Kraftstoff verbraucht (Aufgrund der geringeren Drehzahl).
    Der letzte Punkt dazu währen dann noch die Größe der Motoren. Wobei dies aber letztendlich mit der Hubraumgröße und der Anzahl der Zylinder zusammenhängt.


    @Mark1972: Der Boxermotor ist ein Benzinmotor bzw Ottomotor und steht eher für die Bauordnung der Motoren. Denn es gibt, noch die V-Motoren, Sternmotoren, Reihenmotoren usw. Also eigentlich nur die Anordnung der Zylinder zueinander.


    le chauffeur: Das konnte sich der TE auch aus dem Wikipedia-Artikel rauslesen. Oben ist ja die Kurzbeschreibung.


    doho: Heute werden nicht nur 4-Takt-Motoren verbaut. Kleinstmotoren für Roller, moped's, Rasenmäher, Kettensägen sind weiterhin moderne 2-Takt-Motore.



    Gruß Tatra

    4 Mal editiert, zuletzt von Tatra ()

  • Hallo miteinander, vielen Dank für die Infos. Sind sehr hilfreich und werde sie mir noch in den Vortrag einfügen:) Und was genau macht denn ein 2-Takt Motor?

    Die Gier,Die Gier die schadet dir


    Alter Name war manothom ;)

  • Kurz gesagt, ein 2-Takt -Motor arbeitet bei jedem Abwärtshub des Kolbens.
    Einmal hoch = Gasaustausch
    Einmal runter = Arbeitsgang



    Beim 4-Takter zum Vergleich
    Erstmal hoch = Abgas austoßen
    Dann runter = Kraftstoff ansaugen
    Wieder hoch = Verdichten
    Nochmal runter = Arbeitsgang



    Der direkte Vergleich zum Dieselmotor:



    Und noch zur Veranschaulichung der Wankelmotor



    Alle Bilder aus Wikipedia!



    Gruß Tatra

    3 Mal editiert, zuletzt von Tatra ()

  • Während der Trabant (genauso wie der Wartburg und Barkas - oder der VW Käfer) durch einen 2-Takt-Motor angetrieben werden, haben die meisten anderen Fahrzeuge einen 4-Takt-Ottomotor.


    Nö, der Käfer war im Gegensatz zu den DDR-Modellen mit einem Viertakter ausgestattet.

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