Selbstfahrende Autos Ende des ÖPNVs?

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  • Habe gerade in der Welt einen Artikel über besagte Thematik gelesen. Vieles darin macht durchaus Sinn, meines Wissens wurde aber die Tatsache außer Acht gelassen, dass, wenn alle nur noch selbstfahrende Autos nutzen würse, es zu einem Verkehrskollaps in Großstädten kommen könnte, da einfach der Platz nicht vorhanden ist.


    Ich könnte mir gut vorstellen, dass ÖPNV aber auch Fernverkehr und PKW mehr verschmelzen werden und es Mischformen geben wird.


    Aber sollte es dann doch keine öffentlichen Verkehrsmitteln geben, kann ich mir noch Vorstellen, dass es noch Reisebusse geben könnte, da diese ja oft touristisch genutz werden und man Klassenfahrten oder Rentnerausflüge nur ungerne alleine in jeweils eigenen Fahrzeugen machen möchte.


    Und nicht jeder kann oder will sich ein eigenes Auto leisten, außerdem würden zahlreiche Arbeitsplätze wegfallen.


    Aber lest selber:
    https://www.welt.de/motor/arti…us-und-Bahn.html#Comments

    Was geht?


    Alle die den Bus verpassen!

  • Ich halte sowieso nichts von dem ganzen neuen Roboter/Modernisierungskram. Es nervt einfach, alles verändern und verbessern zu müssen.
    Warum selbstfahrende Autos/Busse/etc. entwickeln. Das Argument mit den alten Leuten, die wieder Auto fahren können, finde ich schwachsinnig. Wer dazu aufgrund seines Alters nicht mehr in der Lage ist, selbst Auto zu fahren, soll ja den ÖPNV benutzen, um irgendwie von A nach B zu kommen. Oder wenn man etwas getrunken hat und nicht mehr fahren darf, soll man den ÖPNV nutzen. Was ist denn das für ein Argument, diese Leute dann Auto fahren lassen zu können. Fahrer im ÖPNV ist ein Beruf, wie jeder andere auch. Und dafür wurden Busse oder Bahnen teils erfunden. Warum sollte man das ändern. Außerdem wenn man es mal von dieser ''grünen/umweltfreundlichen Seite'' betrachten will: Ein Bus der 20 Partygäste oder fahrunfähige Leute mit nimmt, verbraucht weniger, als wenn die 20 Leute alle ihr privates Auto benutzen. Genau wie ne Tram oder Zug. Für Autostrecken werden mehr Bäume gefällt, als für ne Tram/Zugstrecke, die im Verhältnis betrachtet dann umweltfreundlicher ist, da sie viele Leute auf einmal auf EINER Fahrt transportieren kann. Aber ich halte sowieso nichts von diesem Autoumweltbewusstsein. Da sollte man bei anderen Dingen anfangen.
    Um zurück aufs Thema zu kommen:
    Das ist ein Beruf, vieler Menschen, der dort dann ersetzt wird. Niemals wird man einen Menschen finden, der 3 Jahre einen Beruf gelernt hat mit der Aussicht, damit sein Leben bis zum Ende finanzieren zu können, der sich freut, dass er arbeitslos wird, weil er durch eine Maschine ersetzt werden kann und eventuell etwas anderes lernen muss. Es ist krank, an welchen Dingen manche Leute so arbeiten, nur um andere Menschenleben zu zerstören. Die Leute hätte alle eine Beruf lernen können, der dem Mensch hilft, wie z.B. Polizist und nicht zerstört, wie oben genannt.
    Sollte sowas in meinen Leben noch erfolgreich und zum Alltagsstandard werden, würde ich sehr traurig und enttäuscht von der Menschheit sein.
    Die im Artikel genannten Argumente sind sowas von schwach und erbärmlich. Mich wird man vom autonomen Fahren nur sehr sehr sehr schwer überzeugen können.

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    [WIP] Fahrplanmod für Winsenburg 2015 (pausiert)

  • Um zu dem Renterthema bzw. Partygäste nochmal zurück zu kommen: Die Autos sollen ja die alten Leute abholen und irgendwo hinfahren, quasi selbstfahrende Taxis. Das könnte im ländlichen Raum durchaus Sinn machen, denn da ist der ÖPNV ja oft mehr als schlecht ausgebaut.


    Betrunkene müssten ja auch nicht fahren, sondern würden vom Auto gefahren werden.


    Aber wie schon gesagt, ich denke auch nicht, dass man komplett auf öffentliche Verkehrsmittel verzichten wird.


    Denn dann müsste ich mir ja einen anderen Berufstraum suchen (da ich ja in die Busindustrie will), aber dann im Notfall eben Auto/LKW Branche.


    Mal schauen, wie sich auch der Güterverkehr der Zukunft entwickelt.

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    Alle die den Bus verpassen!

  • Vergiss nicht, dass neue Technologien auch neue Arbeitsplätze bringen.

    ;)


    Und in der Geschichte des öffentlichen Verkehrswesens sind schon immer mal wieder Arbeitsplätze verschwunden. Stellvertretend genannt seien hier der Heizer, der Busschaffner und der Ritzenschieber. Nürnbergs Linien U2 und U3 brauchen nicht einmal mehr U-Bahnfahrer...

    U-Bahn fahren heißt Zeit ersparen!

  • TheSkyliner97
    Ja dann soll man an dem Angebot arbeiten und nicht an solchen riesigen Projekten.


    Diese Berufsgebiete muss man ja auch noch betrachten. Das trifft ja dann nicht nur die Fahrer, sondern auch andere Berufe, die dort im Hintergrund wichtig sind, wie z.B. die Mechaniker.


    Naja sobald dann selbstfahrende LKW's kommen, ist ja kein Fahrer da und muss deshalb keine Pausen machen, sodass der LKW schneller zum Ziel kommt. Damit könnte der Güterverkehr auch aussterben. Aber es überzeugt mich trotzdem noch nicht bzw. wirds auch nicht tun.

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    [WIP] Fahrplanmod für Winsenburg 2015 (pausiert)

  • Habe gerade in der Welt einen Artikel über besagte Thematik gelesen. Vieles darin macht durchaus Sinn, meines Wissens wurde aber die Tatsache außer Acht gelassen, dass, wenn alle nur noch selbstfahrende Autos nutzen würse, es zu einem Verkehrskollaps in Großstädten kommen könnte, da einfach der Platz nicht vorhanden ist.


    Das Ganze könnte man z.b. über Car Sharing lösen. Autonomes Fahren in Verbindung mit Car Sharing, könnte eine Möglichkeit sein.


    Ganz ehrlich? Ein Auto braucht man nicht zwangsweise. Man fährt morgens 20 Minuten zum Büro, dann steht das Auto 8 Stunden lang auf nem Parkplatz und anschließend wieder 20 Minuten zurück nach Hause. Und da steht es dann auch wieder nur Blöd rum...

    Remember: Walk without rhythm and we won't attract the worm.


  • Diese Berufsgebiete muss man ja auch noch betrachten. Das trifft ja dann nicht nur die Fahrer, sondern auch andere Berufe, die dort im Hintergrund wichtig sind, wie z.B. die Mechaniker.


    Die Mechaniker kümmern sich dann um die autonomen Rennkisten.

    ;-)

    U-Bahn fahren heißt Zeit ersparen!

  • Eben - ob ein Mechaniker an einem normalen Auto oder an einem autonomen Auto schraubt, ist egal. Genauso wie dem Autoverkäufer, dem Autohersteller usw. usf. Wer eventuell keinen Spaß dran haben, sind die Tankstellenpächter. Aber die verdienen über den Sprit sowieso nichts mehr.

    Remember: Walk without rhythm and we won't attract the worm.

  • Staaki
    Gut da habe ich jetzt nichr mitgedacht und von TheSkyliner97's Aussage zu sehr irritieren lassen...

    :D

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    [WIP] Fahrplanmod für Winsenburg 2015 (pausiert)

  • Man kann den Lauf der Dinge nicht aufhalten. Wenn selbstfahrende Autos möglich sind, dann werden sie sich früher oder später durchsetzen. Vor 150 Jahren als die ersten Autos rausgekommen ist, haben sich sicher auch sehr viele Leute an die Pferde geklammer, dass man diese niemals ersetzen können wird und was ist heute? Autos sind alltäglich und Pferde gibt es höchstens als Hobby. Das gleiche passiert jetzt mit den Autos und selbstfahrenden Autos und LKW's. Dass die Berufe dadurch ausgelöscht werden ist auch kein Argument, durch die Automatisierung wurden auch sehr viele Berufe wie Schuster, Schmied und Bremser verdrängt und es ist unvermeidlich dass LKW- und Autobuslenker, sowie Triebfahrzeugführer auch bald verdrängt werden.


    Wenn man sich ehrlich ist war der ÖPNV von Anfang an ein Schuss daneben. In vielen Fällen ersetzt es das Auto nicht mal ansatzweise z.B. beim Umzug, Großeinkauf, Reisen mit viel Gepäck, Besuche am Land, teilweise ja nicht mal zum Erreichen des Arbeitsplatzes. Dafür sind die Fahrpläne viel zu steif, die Tickets zu kompliziert (wenn es außerhalb der eigenen Zone geht), die Richtungen und der Platz stark eingeschränkt, die Geschwindigkeit sehr niedrig usw. Für mich war der ÖPNV von Anfang an nur eine vorübergehende Lösung, bis sich etwas besseres als effektiver herausstellt.


  • Wenn man sich ehrlich ist war der ÖPNV von Anfang an ein Schuss daneben.


    Im Gegenteil. Ohne ÖPNV wären wir entwicklungsmäßig noch im 19. Jahrhundert. Die Mobilität in westlichen Millionenstädten wäre in dem Umfang nicht möglich.

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  • Stimmt, dass Argument, dass es durch die Automatisierung neue Arbeitsplätze in der Instandhaltung geben wird, hatte ich garnicht auf dem Schirm. Andererseits benötigen solche Berufe teilweise auch eine höhere Qualifikation.
    Ich habe mal irgendwo gesehen, dass BKF (Güterverkehr ) zu einem der häufigsten Berufe gehört, klar einige könnten dann wechseln in die Instandhaltung, aber für alle wird es nicht reichen (zum teil auch wegen dem oben genannten Problem mit der Qualifikation).


    Na dann studiere ich wenigstens das Richtige

    :D




    Aber trotzdem, dass würde einige schon treffen, da dann das Hobby ÖPNV quasi aussterben würde. Aber man darf sich andererseits der Zukunft nicht verschließen.

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  • Nunja, wenn man so diesen Artikel liest, dann liest es sich SEHR autobetonend. Sicher, Bremser, Schaffner etc. gibts nicht mehr. Aber wo sollen denn die neuen Arbeitsplätze bei autonomen Autos entstehen? Man kann heutzutage nicht mehr alle Jobs, welche durch Technik abgeschafft werden, gleichwertig ersetzen. Und selbst wenn, kann man wirklich jeden BKF in einem Job gebrauchen, welcher sehr hohe Anforderungen hat? Die Kluft zwischen denen ohne größere Bildung und denen mit nimmt zu, und der einzige Weg, um das auszugleichen wäre über größere Abgabe derer, welche den Sprung geschafft haben. AM Ende läuft es auf ein "viele haben kaum was, wenige fast alles" hinaus. Zumal dieser Punkt "dann kann man im Auto die Zeit für andere Dinge verwenden". Ist die Welt nicht schon stressig genug? Haben wr etwa nicht genug Produktivität erreicht? Das Technik Berufe ersetzt hat, ja so isses halt. Nur konnten bisher die Menschen ihrem Niveau entsprechende Alternativen finden. Wer sie bei solch einer Technik sieht möge mich gerne aufklären. Zumal: seid wann sind jetzt öffentliche Verkehrsmittel schon immer ein Ort der Angst gewesen? Wo hat er denn diese Vermutung her?

  • Selbstfahrende Autos machen nur dann Sinn, wenn sie frei von benötigten Fahrerlaubnissen sind. Wie es eben beim Bus auch ist, einsteigen und losfahren lassen. Solange man auch für diese Fahrzeuge weiter einen Führerschein benötigt und die Fahrt beobachten soll/darf/muss, ist mir mit einem automatischen Auto nicht geholfen, dann kann ich auch gleich selbst fahren.


    Eine Gefahr für den ÖPNV sehe ich erst, wenn wir irgendwann mal ein Netz aus ganz vielen Kleinstwagen haben, die mich auf Knopfdruck einsammeln und irgendwo wieder absetzen, die aber niemandem gehören, sondern von jedem frei nutzbar sind. Und bis dahin werden weiter Busse und Straßenbahnen unterwegs sein, weil auch der utopischste Mensch einsehen wird, dass ein Bus - und sei er nur halb gefüllt - nach wie vor weniger Platz braucht als die benötigte Menge an Autos.


    Umgekehrt wäre es nämlich auch denkbar, dass durch selbstfahrende Busse ein wesentlich flächendeckenderes und flexibleres ÖPNV-Netz zustande kommen könnte, das auch in Gebieten, die heute nur unzulänglich bedient werden, ein gutes Angebot zulässt.

  • Von selbstfahrenden Autos halte ich persönlich recht wenig. Ich selbst lege jedes Jahr zwischen 25.000 bis 30.000 km mit dem eigenen Auto zurück, entspanne beim Fahren und lasse mich nicht übermäßig stressen (gut, ein paar, denen ich den Schlüssel abziehen und in den Wald werfen würde, die gibt es immer).
    Was soll dies bringen außer noch mehr verstopften Straßen, in dem sich jeder mit „seinem“ Auto, egal ob selbst lenkend oder selbst fahren, am wohlsten fühlt? Das Prinzip der Fahrgemeinschaften funktioniert momentan auch nicht wie es sich so mancher Minister wünscht, was ist der positive Effekt? Letztlich fährt jeder, der über ein eigenes Fahrzeug verfügt, doch mehr oder weniger alleine (kann man gut beobachten, wenn man selbst jeden Morgen im Stau steht  ). Sich immer mehr einem Zeitdruck aussetzen (Stichwort: „Autofahren ist verlorene Zeit“) und während dem Gefahrenwerden auch noch gleich arbeiten und sich mehr über die Kommunikationsmittel stressen lassen. Was soll sich ändern, außer dass man nicht mehr selbst lenkt?
    Dann kann man gleich Bus und Bahn nutzen, da dies ökologisch wie auch ökonomisch sinnvoller ist als das Fahren mit einem selbstfahrenden Auto. Aber halt, da ist man ja nicht mehr alleine und selbstbestimmt (?) unterwegs.


    Als ich hörte, dass die Automobilindustrie in Richtung des selbstfahrenden Fahrzeugs entwickelt, fragte ich mich, was das soll. Ich erkannte keinen Sinn darin, zumal es wichtigere Dinge wie z.B. alternative Antriebstechniken gibt. Ablenkung von irgendwas, Spielereien?


    Dass vielleicht irgendwann einmal flächendeckend selbstfahrende Elektro-Busse verkehren, okay, nachvollziehbar. Selbstfahrende U- oder Straßenbahnen wird es in absehbarer Zeit vermehrt geben, bei schienengebundenen Verkehrsmitteln macht dies durchaus Sinn.


  • Dann kann man gleich Bus und Bahn nutzen, da dies ökologisch wie auch ökonomisch sinnvoller ist als das Fahren mit einem selbstfahrenden Auto. Aber halt, da ist man ja nicht mehr alleine und selbstbestimmt (?) unterwegs.


    Nur lohnen sich die im ländlichen Raum oft nicht. Warum also nicht dort selbstfahrende Autos als ÖPNV-Ersatz einsetzen?

    U-Bahn fahren heißt Zeit ersparen!

  • Taxi mit Sondertarifen, Rufbus, Carsharing, es gibt einiges. Viele, die auf dem Land leben und auf den ÖPNV angewiesen sind, richten sich nach diesem aus. Selbstverständlich müsste ein Umdenken in der Politik eintreten, um den Nahverkehr auf dem Land attraktiver zu gestalten.


    Jetzt weichen wir aber vom Thema ab. Ich sehe auch für eine Bedienung von selbstfahrenden PKW auf dem Land keine großen Sinn.