Bund erwägt kostenlosen Nahverkehr

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  • Mir geht es in der Argumentation vorallem um Menschen, die sich kein Autos leisten können, aus finanzieller Sicht. Diese Menschen können sich dann aber auch den ÖPNV nur schwer leisten. Klar, es gibt vielerorts vergünstigte Tickets, aber das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein.


    Was Personal angeht, viel an Personal kann auch eingespart werden. Ticketkontrollen würden dann ja zum Beispiel wegfallen. Dort spart man dann kosten. Aonst habe ich allerdings das glück in einer Region zu wohnen, die einen gut ausgebauten ÖPNV mit einem guten und umfangreichen Angebot hat.


    Ich finde halt, das Recht auf mobilität sollte jedem zustehen, da ist der kostenlose ÖPNV der einzig richtige Schritt.

  • Da stehen zwei Lager gegenüber. Der Preis vs. das Angebot. Hierzulande ist der Preis ziemlich hoch (sogar das Sozialticket, eigentlich für ALG-Empfänger gedacht, kann sich keiner leisten, das ist mE ein Armutszeugnis) und das Angebot so furchtbar, so dass man sich 3x überlegt ob man nicht doch besser mit dem Auto fährt.


    Wenn der Nahverkehr hier kostenlso würde (Essen ist ja auch eine der genannten Städte), denke ich nicht, dass sich viel ändern würde, einfach aufgrund des schlechten (bzw. am Wochenende und in der Nacht praktisch nur alibimäßig vorhandenen) Angebots.

    Wir sehen uns alle in der WebDisk wieder ;)

    https://reboot.omsi-webdisk.de/community/

  • Wir haben hier ja eine Linie in der Stadt, die immer Mittwochs (also heute) kostenfrei fährt. Die ist Mittwochs dreimal so voll als an anderen Tagen - wäre also ÖPNV kostenfrei, müsste man wohl mindestens gleich mit dem Doppelten an Leistung auffahren. Nun stellt euch nur 'mal vor, eure Verkehrsbetriebe müssten sich von jetzt auf dann um 100 Prozent vergrößern. Das ist unvorstellbar. Wo sollen plötzlich die ganzen Fahrzeuge herkommen? Insgesamt würde das auf überfüllte Fahrzeuge hinausführen, dann dürfte man, wenn man einen wichtigen Termin hat, der Endstelle wohl entgegen laufen, um möglichst früh noch in den Bus zu kommen, um überhaupt eine Chance auf Beförderung zu bekommen.


    Blades Ansicht kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wo fährt denn die BVG bitte zu wenig? Es gibt doch kaum noch Buslinien, die weniger als alle 20 Minuten fahren hin bis zu extrem dichten Takten, die schon gar nicht mehr aufgeführt sind...

    "Kommen heißt Gehen."

  • Ist der Nahverkehr „staatlich“, ist der wirtschaftliche Zwang der Betriebe geringer. Von daher tut es den Betrieben auch nicht mehr ganz so weh, wenn Nachts mal ein paar Leerfahrzeuge rumzuckeln und Angebotsverbesserungen durchgeführt werden.


    Inwieweit dann Vorgaben an einen Betrieb erfolgen, da dürfen sich die Experten mit rumärgern.

  • Hier mal ein Artikel aus dem Raum Hamburg und Umgebung


    http://www.nahverkehrhamburg.d…mburg-nicht-klappen-9248/



    Es würde auch sämtliche Private Busunternehmen aus den Verkehr ziehen zumindest im Norden da haben wir echt viele die für andere Unternehmen im Auftrag fahren wie soll das dann Enden



    Möchte gar nicht wissen wie es in Berlin und Umland aussehen würde

    :D


    Sprecher: Kostenloser HVV in Hamburg kostet eine "Elphi"


    Hamburg. Ein kostenloser Nahverkehr (ÖPNV) in Hamburg käme nach Angaben der Verkehrsbehörde extrem teuer. Der Hamburger Verkehrsverbund HVV erziele durch den Fahrscheinverkauf jährlich rund 830 Millionen Euro (2017), "das ist in etwa eine 'Elphi" pro Jahr", sagte der Sprecher. Diese Mittel müssten beim Gratis-Angebot zusätzlich vom Steuerzahler aufgebracht werden. Die Elbphilharmonie hatte knapp 800 Millionen Euro gekostet. Für mehr Luftreinheit in deutschen Städten erwägt der Bund zusammen mit Ländern und Kommunen einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr, um die Zahl privater Fahrzeuge zu verringern.


    Der HVV befördert jetzt schon jährlich rund 770,5 Millionen Fahrgäste. Sollten noch mehr hinzukommen, dürften sich Kapazitätsprobleme abzeichnen. Es sei nicht leistbar, umgehend mehr Busse und Bahnen in Fahrt zu bringen, sagte der Behördensprecher. Auch hierfür müsse zunächst die Finanzierung geklärt werden und darüber hinaus die Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Für den Ausbau von U- und S-Bahnen sind zudem langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren zu durchlaufen. So werden in Hamburg die Planungen für eine neue nördlich U-Bahn-Linie U5 derzeit zwar konkreter, erste Bauarbeiten könnten, selbst wenn alles glatt läuft, nach Angaben der Betreiber aber erst 2021 starten.


    Quelle Hamburger Abendblatt

    Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.



    Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.

    Edited once, last by Groundstars 7551 ().


  • Was Personal angeht, viel an Personal kann auch eingespart werden. Ticketkontrollen würden dann ja zum Beispiel wegfallen. Dort spart man dann kosten. Aonst habe ich allerdings das glück in einer Region zu wohnen, die einen gut ausgebauten ÖPNV mit einem guten und umfangreichen Angebot hat.


    Und die Arbeitsplätze die an Herstellung und Vertrieb der Fahrkarten hängen? Die werden alle mal so eben weggespart? In einigen Betrieben sind Fahrkartenverkäufer Mitarbeiter, die für den Fahrdienst nicht mehr tauglich sind. Die müssen dann zum Arbeitsamt. Sozial ist das nicht.



    Ich finde halt, das Recht auf mobilität sollte jedem zustehen, da ist der kostenlose ÖPNV der einzig richtige Schritt.


    Dafür gibt es vielerorts vergünstige Tickets und da könnte man weiter nachsteuern.

    U-Bahn fahren heißt Zeit ersparen!

  • Aktuell zahle ich eher ungern für den Nahverkehr weil die BVG für mich im Nahverkehr gaaaaaanz weit hinterher hinkt. Würde der Nahverkehr besser ausgebaut sein, dann würde ich die BVG sicherlich auch viel mehr nutzen - und natürlich dafür dann auch zahlen(ich wäre gegen ein kostenlosen Nahverkehr^^).


    Es ist halt nicht genug, dass man quasi in der ganzen Stadt 24/7 unterwegs sein kann, und dass dabei mind. alle halbe Stunde (bis auf ein paar Ausnahmen) etwas kommt, in den meisten Fällen sogar deutlich häufiger. Erwartest du z.B. bei der U-Bahn jetzt Moskauer Verhältnisse? Oder was genau ist dein Problem mit der BVG? Wenn man deutschlandweit vergleicht würde ich mal dreist behaupten haben wir den besten ÖPNV den man haben kann (vom Angebot her). Bitte kläre uns auf.


    Zum Thema: Ich würde erstmal mit einem günstigeren Nahverkehr anfangen, dann werden die Fahrzeuge nicht sofort gestürmt. Wenn man das System dann darauf vorbereitet hat, dann kann man sich überlegen wie man den ÖPNV "kostenlos" macht, wobei sowas wie ein ÖPNV-Soli natürlich nur eine Umlagerung wäre.


    MfG Waidmannsluster

  • Das mag zwar Stimmen Waidmannsluster aber ihr habt auch oft Ausfälle bei der (S-Bahn) Und eure U-Bahn ist auch schon an der Grenze durch Fahrzeugmangel würde ich jetzt behaupten als nicht Berliner

    Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.



    Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.

  • Und die Arbeitsplätze die an Herstellung und Vertrieb der Fahrkarten hängen? Die werden alle mal so eben weggespart? In einigen Betrieben sind Fahrkartenverkäufer Mitarbeiter, die für den Fahrdienst nicht mehr tauglich sind. Die müssen dann zum Arbeitsamt. Sozial ist das nicht.


    Sorry, aber das ist Quatsch. Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber Servicekräfte werden weiter benötigt. Hier erteilen die von dir genannten Arbeitskräfte nämlich auch Fahrplanauskünfte etc.


    Dafür gibt es vielerorts vergünstige Tickets und da könnte man weiter nachsteuern.


    Hatte ich bereits vorher mal in einem Post was zu geschrieben. Das ist zwar ein Schritt, aber immernoch sehr kostenintensiv. Leb mal von 410€ im Monat, dann sprechen wir weiter.

    ;)
  • Wenn ich Blade wohnmäßig richtig verorte, dann fährt sein Bus zwar teilweise alle 5 Minuten, aber er kommt schon voll an. Der Takt ist zwar wichtig, aber was bringt der dichteste Abstand, wenn man nicht mehr reinkommt? Ein kostenloser Nahverkehr würde das Problem noch verschärfen. Und langsam aber sicher kommt man busmäßig am Rathaus Spandau an die Leistungsgrenze. Da müssen also größere Lösungsmaßnahmen her.




    Sorry, aber das ist Quatsch. Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber Servicekräfte werden weiter benötigt. Hier erteilen die von dir genannten Arbeitskräfte nämlich auch Fahrplanauskünfte etc.


    Dafür brauche ich im Kundenzentrum aber nicht drei Leute. Und dazu kommen ja noch die Arbeitsplätze die da dran hängen. Vom Fabrikarbeiter in der Automatenherstellung über den Monteur der Verkehrsbetriebe bis zum Geldboten, der die Einnahmen abholt.



    Hatte ich bereits vorher mal in einem Post was zu geschrieben. Das ist zwar ein Schritt, aber immernoch sehr kostenintensiv. Leb mal von 410€ im Monat, dann sprechen wir weiter.

    ;)


    Wird der Nahverkehr kostenlos, dann gibt es keine 410 Euro mehr. Denn der Mobilitätsanteil in der Stütze fällt dann weg.

    U-Bahn fahren heißt Zeit ersparen!

    Edited 2 times, last by Staaki ().

  • Erwartest du z.B. bei der U-Bahn jetzt Moskauer Verhältnisse?


    Ich erwarte das man den ÖPNV nicht noch weiter ausdünnt, oder so umsetzt das der ÖPNV unattraktiver wird.
    Die BVG hat das Angebot in den letzten Jahren und Jahrzehnten so umgestaltet das sich für mich persönlich(vielleicht nicht für andere) der ÖPNV nicht lohnt, zumindest nicht mit den Verkehrsmitteln der BVG.

    ex OMSI Forum Moderator(circa 6 Jahre :O ).

  • Dies ist halt der Umstand beim ÖPNV, es ist einfach nicht möglich, dem Wunsch einzelner zu folgen. Da sind Autofahrer und weitere Eigenmobile (Fahrrad, Motorrad, zu Fuß) nun halt verwöhnt: einsteigen, fahren und ankommen wie man es sich wünscht, klar im Vorteil.
    ÖPNV nutzen bedeutet, sich irgendwo einzuschränken. Wenn man dazu bereit und vorbereitet ist, ist es auch nicht allzu schwer und man merkt, wie gut die Systeme eigentlich funktionieren.
    Um´s banal auszudrücken: wenn Du Fußball sehen willst, weißt Du ja auch das Samstag um 18:00 Uhr die Sportschau läuft. Oder macht man Stress, wenn es nicht früher geht? Nö, man stellt sich auf den Tagesablauf entsprechend ein und akzeptiert es.


    Bevor ich kostenlosen ÖPNV anbiete, würde ich erstmal prüfen, wo es wirklich notwendig ist. Für die meisten Staus sorgen doch zuerst die Pendler, die vom Stadtrand oder weiter in die Stadt zum Arbeitsplatz pendeln. Diese würde ich mit im Umland ausgebautem Nahverkehr weglocken. Zum Beispiel kostenlose Pendelbusse aus Dörfern und Gemeinden zur nächstgelegenen S-Bahn-Station, mit der es kostenlos in die City geht. So würde ich versuchen, die Autos aus der Stadt rauszuhalten. Also eine verbesserte Jobticket-Variante.


    Einkaufstourismus: gleiches Prinzip. Mit dem Parkausweis auf einem P&R-Parkplatz erhält man kostenloses Fahren zwischen Innenstadtbereich und Parkplatz. Gab´s bei uns zur Weihnachtszeit vor ein paar Jahren und die Bahnen waren bis zum Bersten gefüllt. Ist auch gefühlt alle 3 Minuten eine gefahren.


    Sportveranstaltung: ist mittlerweile gang und gäbe, mit der Eintrittskarte kostenlos Bus & Bahn zu nutzen, egal woher man in der Region kommt.


    Worum geht es den meisten Fahrgästen: schnell und umstandslos an´s Ziel zu kommen. Ist das gewährleistet, akzeptieren die Menschen auch einen entsprechenden Preis.

  • Vlt sollte man echt Anfangen von den Rand Gebieten bis Zum nächsten Bahnhof kosten los anzubieten als kleiner Anreiz und dann Schritt Weise Auszubauen


    So das zum Beispiel für die Älteren Leute wäre es auch eine Gute Möglichkeit zum Einkaufen fahren und Sachen erledigen

    Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.



    Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.

  • Meiner Meinung nach ist der ÖPNV allgemein ein Todeskreislauf


    Die Leute beschweren sich über die Unpünktlichkeit der Busse und fahren deshalb mit dem Auto ---> Mehr Stau--->Noch mehr Unpünktlichkeit


    Tickets zu teuer--->Billigere Tickets--->Weniger Busfahrer (wegen zu geringer Bezahlung)--->Durch den geringeren Preis wollen aber mehr fahren---> Somit gibt es Zuverlässigkeitsmängel wegen dem Personalmangel


    und so weiter


    Es müsste sich deutlich was an der Infrastruktur und an den Gehältern etc. ändern damit die ersten Löcher überwunden werden können


    Ich finde die Idee schlichtweg von vorherein nicht umsetzbar. Daher wird das eh nicht gemacht werden.


    Edit: Bei der Bahn ists ja ähnlich. In Köln fahren jetzt schon so viele S-Bahnen in kurzer Zeit ein das würde bei mehr Zügen komplett eskalieren

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