Falsche Bustypenbezeichnungen im Internet

  • nochmal zum Thema unterschiede Man A20 - A21. Ich glaube ja, dass die "größten" unterschiede schlichtweg darin bestehen, dass der A21 auch als dreitürer angeboten wird, dass die Aufteilung von Sitz- zu Stehplätzen anders ist (A20 46 Sitz- zu 45 Stehplätzen; A21 37 Sitz- zu 58 Stehplätzen) sowie, dass es den A20 nicht mit 360PS gibt. Aufjedenfall, wenn man dem offiziellen MAN Dokument trauen darf :D. Inwieweit die da evtl dann doch Extrawünsche für verschiedene Betriebe erfüllt haben, hab ich natürlich keine ahnung.


    (Quelle)

    Zeichnen! Ich muss zeichnen es ist eine sucht=O:D

  • Aufjedenfall, wenn man dem offiziellen MAN Dokument trauen darf :D

    Und da ist schon der Haken ^^


    Den A20 gibt es nämlich sehrwohl mit 360PS, zum Beispiel im Einsatz auf meiner Lieblingslinie am Kehlstein. Die Sitzplätze sind immer so eine Sache, daran kann man nichts festmachen, denn das ist Bestellsache. Man könnte den A20 theoretisch auch mit linksseitigem Podest, aber ohne durchgehende Bestuhlung bestellen. Macht zwar keinen Sinn, wäre dann aber platzmäßig ähnlich dem A21.

  • Um nochmal auf den A23 zurück zu kommen - hier fahren eben auch A23 mit durchgehenden Podesten, kleinem Mehrzweckbereich auf der Fahrerseite etc. rum, wo mir noch keine Unterschiede zum A20 (den Radstand mal ausgeklammert) aufgefallen sind. Daher finde ich die Bezeichnung GÜ da zur Unterschiedung umgangssprachlich durchaus angebracht, da er ebend den Zweck des Überlandgelenkers erfüllt.

    Tieeef im Westääääään...

  • Interessante Diskussion.


    Die Unterschiede zwischen dem A20 und dem A21 sind hier auf Seite 14 zu finden, marginal und tatsächlich offenbar nur in der serienmässigen podestlosen Bestuhlung und in sich abweichend mehr Sitze in Fahrtrichtung.


    Angesprochen wurde schon die in den Jahren 2008 und 2009 geänderte Plakette mit NL 280 anstatt 283. Hierzu kann ich - allerdings ohne Rückgriff auf Verschriftliches - sagen, dass man damals mit Einführung EEV ein Unterscheidungsmerkmal schaffen wollte. Dies hat man schnell wieder zurückgenommen.


    Die neueste Lion`s City Generation wird übrigens "grob" von Seiten MAN mit 12C (Diesel), 12G (Gas) und 12E (Elektro) bezeichnet.


    Die Erfahrung aus den letzten Jahrzehnten wird zeigen: Auch ein 12C ist nur ein MAN NL 280, und so wird er demnächst bei den Hobbyisten als Bildunterschrift bezeichnet. Dafür brauche ich noch nicht einmal eine Glaskugel ^^.

  • Tabley-Kun Das ist aber nicht ganz richtig, zum einen heißt es C 628.xxx und nicht O, zum anderen gibt es die 628er Bezeichnungen seit 1997 beim ersten Citaro.

    Die letzten O405N2 hießen auch schon 612.xxx


    Hier mal die aktuelle Typenliste (also für aktuelle Neufahrzeuge):


    C 410.xxx Setra Comfort/Top Class 500, neuer MB Tourismo


    C 628.xxx (Citaro/Connecto/Capacity) Niederflurbuse


    C 632.xxx Tourismo K und RH


    C 633.xxx Überlandbusse (Setra Multiclass 400 und Intouro)

    Was geht?


    Alle die den Bus verpassen!

  • Moin,


    dann will ich auch mal meinen Senf dazugeben.

    Citaro C2: Auch hier finden wir wieder eine Dopplung, wie schon beim MAN A20. Entweder man hat einen EvoBus Citaro 2, oder einen EvoBus C2. Das C steht sogesehen für Citaro. Ein Citaro C2 wäre also ein Citaro Citaro 2. Das klingt doch irgendwie blöd. :)

    Zunächst: Ja, das C steht für Citaro und Citaro C2 ist daher doppelt gemoppelt. ABER: Ich erinnere nochmal daran, dass die Linkadresse eben jenes Busses auf der offiziellen Mercedes-Seite "Citaro_C2" enthielt. So ganz ausgedacht ist das definitiv nicht. Außerdem hat diese Bezeichnung meines Erachtens Vorteile. Zum einen kommt es nicht zu Verwechslungen mit dem öfter auch als "Citaro II" bezeichneten Facelift und zum anderen lässt sich nach "Citaro C2" viel besser irgendwo suchen als nach "Citaro 2". Ich finde Citaro C2 daher sogar besser.

    Bevor man mich aber wieder falsch versteht: Es ist doppelt gemoppelt. Es gibt da aber auch kein richtig oder falsch.


    Die Typenbezeichnungen geben in der dritten Stelle schon seit Jahren die Generation an

    Ganz so klar ist das übrigens auch nicht. Ja, "xx2" waren die Standard-II-Fahrzeuge, und ja "xx3" ist dann die zweite Niederflurbauform. Aber "xx1" ist nicht die Standard-I-Generation, wie man vielleicht jetzt denken können. Das waren nämlich "xx0" (MAN SL 200) oder sogar auch "xx2" (MAN SL 192) und wenn man noch weiter in die Vergangenheit zurückgeht, dann kommt man noch auf ganz andere Bezeichnungen. Aus zwei Bustypen also zu folgern, dass die letzte Zahl "seit Jahren" für die Generation steht, finde ich daher auch gewagt.


    die ersten beiden Ziffern geben 10% der Motorleistung an

    Außer bei den frühen Niederflurwagen. Die ersten NG272 hatten nämlich nur ~250PS, in den NL202 waren auch nicht zwangsweise 200PS verbaut.

    Nicht nur bei den ersten. Bei uns geisterte z. B. noch ein 1997er Bus rum, die laut Typenschild ein "NL 202" sein sollte, aber tatsächlich 220 PS hatte.


    Tabley-Kun Das ist aber nicht ganz richtig, zum einen heißt es C 628.xxx und nicht O, zum anderen gibt es die 628er Bezeichnungen seit 1997 beim ersten Citaro.

    Die letzten O405N2 hießen auch schon 612.xxx

    Auch das ist aber nicht ganz richtig. Auf dem Typenschild und im Fahrzeugschein steht nur "628 xx", ohne C und ohne O. Außerdem sind die beiden Ziffern dahinter nur zweistellig. Das ganze darf man nicht mit dem Baumuster verwechseln, welches den Beginn der Fahrgestellnummer darstellt. Das gibt es tatsächlich schon seit Beginn des Citaros. Unsere 13er C2G haben z. B. eine Fahrgestellnummer beginnend mit "WEB628233", WEB ist hierbei der Hersteller (Evobus), 628 ist der Citaro und 233 ist die Bauform, hier ein dreitüriger C2G mit stehender Motor, wenn ich mich aus dem Kopf nicht irre. Der Typ ist aber trotzdem "628 03" was nur für einen C2G steht.

  • Quote

    Was auch viele falsch machen:

    Setra 315NF (bzw andere Typen), ohne das S. Das S steht nicht für Setra, deswegen kann man es dann nicht auch einfach weglassen

    Das S steht für Selbsttragend. Also für Setra. Trotzdem hast du irgendwo recht. Der Markenname ist inzwischen Setra und nicht mehr Kässbohrer. Darauf folgt dann die Karosserieform( S (selbsttragend) die Baureihe 1/2/3/4/5/... und danach die Anzahl der Sitzreihen. Im Anschluss kommen dann noch die Spezifikationen für Bodenhöhe, Front, usw.


    Beispiel:

    Setra SG321UL-GT

    Hersteller: (Kässbohrer-)Setra

    Karosserieform: Selbsttragend, Gelenkbus

    Baureihe: 300

    Sitzreihen: 21

    Spezifikation: UL = Überlandbus/Hochflur; -GT = Grand Tourisme (in diesem Fall hinten angestellt: bezeichnet die verbaute Front)


    Dazu kommen dann noch verschiedene Familienbezeichnung innerhalb der Baureihen. Kann man hier nachlesen.

    MfG
    Pictor


    Du hast eine Frage bezüglich Repaints oder der Repainterstellung? - Schreibe mir eine PN!

  • Auch das ist aber nicht ganz richtig. Auf dem Typenschild und im Fahrzeugschein steht nur "628 xx", ohne C und ohne O. Außerdem sind die beiden Ziffern dahinter nur zweistellig. Das ganze darf man nicht mit dem Baumuster verwechseln, welches den Beginn der Fahrgestellnummer darstellt. Das gibt es tatsächlich schon seit Beginn des Citaros. Unsere 13er C2G haben z. B. eine Fahrgestellnummer beginnend mit "WEB628233", WEB ist hierbei der Hersteller (Evobus), 628 ist der Citaro und 233 ist die Bauform, hier ein dreitüriger C2G mit stehender Motor, wenn ich mich aus dem Kopf nicht irre. Der Typ ist aber trotzdem "628 03" was nur für einen C2G steht.

    Die C Bezeichnungen finden sich aber in den Broschüren mit den technischen Daten wieder, weshalb ich da von ausgehe, dass sie schon ihre Richtigkeit haben.

    Im Typenschild sind sie nicht enthalten, dies ist mir auch bekannt.


    Wo wir gerade bei Citaros sind, welche Step x Bezeichnungen bei den C2 werden eigentlich offiziell von Daimler gennant?

    Gibt ja tausend verschiedene Auslegungen/Gerüchte darüber, so werden die EEV C2 manchmal als Step 0, dann wieder als Step 1 bezeichnet.

    Was geht?


    Alle die den Bus verpassen!

  • Wie gesagt, man darf die Typenbezeichnung und das Baumuster nicht durcheinander bringen.


    Die Zahlenkombinationen mit C 628.xxx, die in der Broschüre genannt werden, ist das Baumuster. Das findet sich auch in der Fahrgestellnummer wieder. Es gibt tatsächlich Aufschluss darüber, was für ein Bus das ist. Sogar ziemlich detailliert. Während 628.233 z. B. der C2G mit dem alten Fahrerplatz ist, hat 628.255 den neuen Fahrerplatz. Nur so als Beispiel. Diese Unterteilung in Baumuster gibt es aber, zumindest beim Citaro, schon seit eh und je und ist keine Neuerfindung mit dem C2.


    Daneben gibt es immer noch eine Typenbezeichnung. Diese findet sich im Feld "Typ" auf dem Typenschild neben Tür 1 und im Fahrzeugschein. Bei den älteren Citaros steht dort "O 530" bzw. "O 530 G". Das hat sich bei den C2 geändert. Heute steht dort nur noch "628 xx", beim Citaro G eben z. B. "628 03" und beim 12m-Citaro (auch als LE) ist es "628 02". Mit dem Baumuster hat das aber so direkt nichts zu tun. Der Typ ist auch weitaus weniger detailliert.


    Wo wir übrigens schonmal bei der Detailtreue sind: Mir ist auch nicht bekannt, dass bei den älteren Citaros (bzw. sogar O 405ern) jemals Zusatzbuchstaben wie "Ü" im Fahrzeugschein bzw. Typenschild auftauchten. Ein Citaro MÜ ist demnach auch nur ein "O 530", kein "O 530 MÜ" und ein O 405 NÜ ist laut Typenschild auch nur ein "O 405 N". Das aber nur mal am Rande. Bei letzterem wurde die Bezeichnung ja immerhin auch von offizieller Seite gewählt.

    Viele Grüße
    Busfan

    Edited once, last by Busfan: Typen korrigiert ().

  • Die neueste Lion`s City Generation wird übrigens "grob" von Seiten MAN mit 12C (Diesel), 12G (Gas) und 12E (Elektro) bezeichnet.

    Also laut deinem Link hat der Dieselbus kein direktes Kürzel, sondern heißt einfach nur MAN Lions City 12/18. Den Rest kann ich allerdings auch so bestätigen, stand auf der IAA auf den großen Beschreibungstafeln neben den Bussen ebenfalls so.

  • Der O 405 GNÜ war ja auch eine eigene Konstruktion mit Podesten im Innenraum, der O 405 G mit Überlandausstattung hatte lediglich die Ü-Front und Aussenschwenktüren.

    Dass es auf die Podeste ankommt, belegen auch zwei Beispiele der BRN, die O 405 N mit Aussenschwenktüren, Ü-Sitzen und Ü-Front bestellten. Diese wurden zwar häufig als O 405 NÜ bezeichnet, waren aber keine, aufgrund der fehlenden Podeste.


    1993 beschaffte die RSW Saarbrücken eine Serie O 405 N1 mit Podesten, Aussenschwenktüren, Ü-Sitzen und Ü-Front. Diese erhielten in Hobbykreisen auch häufig die Bezeichnung O 405 NÜ (oder ganz falsch: O 405 N(1)Ü). Dabei handelte es sich um einen normalen O 405 N1 - die Podeste waren damals schließlich noch Serienmäßig.

  • Ganz so klar ist das übrigens auch nicht. Ja, "xx2" waren die Standard-II-Fahrzeuge, und ja "xx3" ist dann die zweite Niederflurbauform. Aber "xx1" ist nicht die Standard-I-Generation, wie man vielleicht jetzt denken können. Das waren nämlich "xx0" (MAN SL 200) oder sogar auch "xx2" (MAN SL 192) und wenn man noch weiter in die Vergangenheit zurückgeht, dann kommt man noch auf ganz andere Bezeichnungen. Aus zwei Bustypen also zu folgern, dass die letzte Zahl "seit Jahren" für die Generation steht, finde ich daher auch gewagt.

    Meine Aussage ist richtig, es ist seit Jahren (mit kurzer Unterbrechung) so, genau gesagt, seit Mitte. Ende der 80er Jahre, was gute 30 Jahre sind. Da finde ich nichts gewagtes dran. Aber diese Aufschlüsselung der Typenbezeichnungen ist ja nun vorbei, weil nun wieder die 0 am Ende steht, also Reset ist.

    Ich erinnere nochmal daran, dass die Linkadresse eben jenes Busses auf der offiziellen Mercedes-Seite "Citaro_C2" enthielt.

    Aus einer Linkadresse Schlussfolgerungen zu ziehen, das finde ich ehrlichgesagt sehr gewagt.

    Also laut deinem Link hat der Dieselbus kein direktes Kürzel, sondern heißt einfach nur MAN Lions City 12/18.

    12C/18C stimmt schon, laut offiziellem Dokument von MAN: https://www.bus.man.eu/man/med…8/man-lions-city-2018.pdf