[Tram] WVB Type L+l

  • Projekttyp: Fahrzeug (Straßenbahn)


    Projektname: WVB Type L+l


    Beteiligte Personen: iTram


    Fremdhilfe benötigt: nein


    Voraussichtliche Bauzeit: unbekannt


    Projektdetails:

    Bevor entsprechende Fragen kommen, gleich zu Beginn ein Hinweis: Nein, das E1-Projekt wurde nicht eingestellt, aber ich brauchte einfach ein bisschen Abwechslung vom E1. Außerdem profitieren L und E1 gegenseitig voneinander, weil sich vieles wiederverwenden lässt.

    Und um die zweite wahrscheinlich kommende Frage zu beantworten: Dass ich nach wie vor Straßenbahnen für OMSI und nicht für LOTUS baue, liegt daran, dass in LOTUS derzeit noch sehr viel fehlt. Derzeit macht mir das Straßenbahnfahren in OMSI einfach mehr Spass als in LOTUS. Das kann sich mit fortschreitender Entwicklung natürlich ändern, aber bis es soweit ist, bleibe ich vorerst bei OMSI. Jetzt aber zu meinem Projekt:


    Fahrzeuggeschichte:

    Nach dem zweiten Weltkrieg war der Fuhrpark der Wiener Straßenbahn stark veraltert. Deshalb beschloss man, parallel zur Beschaffung neuer Fahrzeuge auch neue Wagenkästen auf alte Fahrgestelle aufzubauen. Die ersten Fahrzeuge dieser Art waren die 18 Stück der Type T1, die 1954 von der Firma Lohner auf Fahrgestelle der Type T aufgebaut wurden. 1955 und 1956 entstanden bei Lohner auf weiteren T-Fahrgestellen 29 Fahrzeuge der Type T2. Im Gegensatz zum T1 handelte es sich hierbei um Einrichtungswagen mit elektrischen Türen und festem Schaffnerplatz. 1957 und 1958 entstanden 37 Triebwagen der Type L3. Diese wurden auf Fahrgestelle der Type L2 aufgebaut, der Wagenkasten war allerdings völlig identisch zur Type T2, sodass man bei T2 und L3 eigentlich von einer Type sprechen konnte. 1959 und 1960 folgten dann 13 Neubau-L3, bei denen auch das Fahrgestell neu gebaut wurde. 1960 bis 1962 beschafften die Verkehrsbetriebe bei SGP mit der Type L4 dann letztmalig zweiachsige Triebwagen. Dabei handelte es sich um komplette Neubauten, die sich vom L3 vor allem durch das neu konstuierte Fahrgestell unterschieden. 110 Stück wurden tatsächlich als Zweiachser geliefert, die letzten 50 bestellten L4 wurden aufgrund des sich abzeichnenden Personalmangels zu Gelenktriebwagen der Type F umkonstruiert. Passend zu den L4 lieferte Gräf & Stift 1959-1962 200 Beiwagen der Type l3. Der letzte l3 wurde zu Erprobungszwecken bereits ab Werk als schaffnerloser Beiwagen geliefert. Ab 1965 begann man mit dem Schaffnerlos-Umbau der l3-Beiwagen. Aufgrund der verwendeten Schaltung konnte jedoch nur der erste Beiwagen eines Zuges schaffnerlos geführt werden. Der zweite Beiwagen musste weiterhin mit einem Schaffner besetzt sein. Deshalb wurden 1973-1976 75 L4-Triebwagen und 130 l3-Beiwagen zu den Typen L und l umgebaut. Dabei wurden die Bremsschaltung und die Schaffnerlos-Schaltung geändert, sodass beide Beiwagen schaffnerlos geführt werden konnten. Außerdem wurde in den Beiwagen der Schaffnerplatz und die Handbremse entfernt und eine Federspeicherbremse eingebaut. Die Triebwagen waren jedoch bis zum Schluss mit einem Schaffner besetzt, weil der Einbau einer Totmanneinrichtung mit vertretbarem Aufwand nicht möglich war. In dieser Form waren L und l dann bis Ende der 80er unterwegs. Die L-Triebwagen hatten im Gegensatz zu den l-Beiwagen noch eine etwas längere Gnadenfrist: Der letzte Fahrgasteinsatz erfolgte 1990 (gemeinsam mit einem Großraumbeiwagen) und endgültig ausgemustert wurden die letzten L erst 1992. Einige L wurden noch zu Hilfsfahrzeugen der Type LH umgebaut, welche bis heute verwendet werden.


    In OMSI strebe ich eine möglichst vorbildnahe Umsetzung der Fahrzeugfunktionen an. Das heißt, jeder Schalter hat die gleiche Funktion wie im echten Fahrzeug, beim Aufrüsten müssen die richtigen Schalter betätigt werden, damit sich das Fahrzeug in Bewegung setzt und hin und wieder kann auch eine Störung auftreten. Dann sind die Fähigkeiten des Fahrers gefragt, denn wer die richtigen Schritte setzt, bekommt das Fahrzeug in der Regel zumindest soweit fahrfähig, dass man bis zur nächsten Abstellmöglichkeit weiterfahren kann. Auf dem Schaffnerplatz im Triebwagen wird ein KI-Schaffner Platz nehmen, der die hintere Tür bedient und mit dem man über Klingelzeichen kommunizieren kann. Im Beiwagen sind nicht nur sämtliche Schalter im Schaltschrank vorhanden, sondern auch Sperrhebel und Lösehebel unter einer Bodenklappe, mit denen man im Störungsfall die Federspeicherbremse notlösen kann.


    Umgesetzte und geplante Features:

    • Typen L und l im Ein-, Zwei- und Dreiwagenzug
    • fast alle Schalter bedienbar (nur die Sicherungen und Automaten fehlen)
    • vorbildnahe Simulation von Reihenschlussmotor und Nockenfahrschalter
    • vorbildgerechte Türsteuerung
    • KI-Schaffner
    • Erkennung von Oberleitungshöhe, Trennern und Steigungen (falls vom Mapersteller verbaut)
    • umfangreiche Störungssimulation und -behebung


    Bilder/Videos:




    Der Fahrerplatz


    Fahrgastraum im Triebwagen


    Fahrgastraum im Triebwagen mit Blick auf den Schaffnerplatz


    Der Schaffnerplatz in Großaufnahme


    Fahrgastraum im Beiwagen


    Gut zu erkennen die Schaffnerlos-Ausrüstung mit Entwerter, Türtransparenten und Notbremsgriffen


    Der Beiwagen-Schaltschrank


    Die Federspeicher-Notlöseeinrichtung im Beiwagen



    Anmerkung zu konstruktiver Kritik:


    Ich bin/Wir sind offen für jedwede Art von konstruktiver Kritik. Sie darf mich/uns nicht angreifen und meine/unsere Arbeit nicht herabwürdigen.

    Bitte formuliere Deine Kritik an meiner/unserer Arbeit


    • Präzise und klar, also nicht vage oder emotional
    • Analytisch und rational, also sauber recherchiert und praktisch, nicht im Affekt
    • Lösungsorientiert, also ggf. unter Anbringung von Gegenvorschlägen, Konsequenzen und Implikationen

    Da ich mich/wir uns natürlich auch über Lob freue/n, hilft mir/uns ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Lob und Kritik, die konstruktive Kritik besser zu verarbeiten. :)

  • Staaken79

    Approved the thread.
  • Ach ja, da kommen Erinnerungen auf. Mit denen bin ich damals auf der Zweierlinie gefahren als ich studierte. Das waren noch Zeiten als man die Fahrkarten in der Bim kaufen konnte und die Ansagen nicht auf Band aufgenommen waren. Schade das diese Wagen heute nicht mehr fahren, aber wenigstens gibt es noch die E1er.

    CPU: AMD Ryzen 7 2700X

    RAM: 32GB G.Skill

    GPU: ASUS NVIDIA GTX1060 6GB

    OS: Windows 10 Professional

  • Wirds die eigentlich auch in der Ausführung TW+BW+BW geben? Die habe ich damals auch auf der Zweierlinie beobachten können.

    CPU: AMD Ryzen 7 2700X

    RAM: 32GB G.Skill

    GPU: ASUS NVIDIA GTX1060 6GB

    OS: Windows 10 Professional

  • Will it be possible to use it in 4 vehicles composition?

    I won't include such a composition, since it isn't prototypical. In OMSI you should theoretically be able to add as many trailer cars as you want, if you modify the .bus files, but with every trailer car acceleration and braking power becomes worse. Thats why in reality a maximum of 2 trailer cars was allowed. However you can't combine 2 or more motor cars.

    Wirds die eigentlich auch in der Ausführung TW+BW+BW geben? Die habe ich damals auch auf der Zweierlinie beobachten können.

    Ja, selbstverständlich;)

  • Überraschung! ^^ Irgendwie ist das alles dann doch etwas schneller gegangen als gedacht. Jedenfalls ist der L ab sofort in der Webdisk verfügbar. Ein Thread hier im Forum wurde bereits erstellt und muss nur noch freigeschaltet werden. Viel Spaß!