Posts by Headtallica

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    Die Ausnahmen beschränken sich im MKK soweit ich das beobachte lediglich auf die Linien MKK30-33 und 66-68. Der Rest ist drin. Aber großartige Änderungen sind bei den Lokalbuslinien im Gegensatz zu manch einer Regionalbuslinie (bezüglich Spät/Nachtverkehre auf 562 und X93) bisher nicht aufgefallen.

    Das sind doch nur die (wichtigsten) Änderungen auf den Regionalbus- und Zuglinien. Die DADINA zB (beliebige LNO einfügen) werden bezüglich Lokalbuslinien auch noch ihren "Senf" zur gegebenen Zeit dazugeben.

    Auf dem Abschnitt Gießen-Gelnhausen fährt der Balser aus Büdingen deswegen derzeit viel SEV - allerdings mit keinen exotischen Wagen. Meist ein C2Ü oder ein Setra S415NF.


    Auch bei Busfahrern ist die Lage prekär - der RMV-Vorstand hat schon gefordert oder angeregt, die Berufe des Busfahrers sowie des Triebwagen/Lokführers zum Mangelberuf zu erklären.

    Des einen Freud ist des anderen Leid - der (jetzige) 18:18er Sprinter-Zug ab Frankfurt verliert den Halt in Gelnhausen. Schade, da der Zug einen sichereren Übergang zum BPNV bot als der nachfolgende und verspätungsanfällige 18:26 (19 vs 7 Minuten Umsteigezeit in Gelnhausen). Ob der Halt in Bad Soden-Salmünster so viel Fahrgäste generiert wage ich in Frage zu stellen aufgrund mangelnder Kenntnis.


    Die Änderungen vom RMV wurden ja auch schon skizziert - es gibt mehrere neue Schnellbuslinien, die 671 fährt bis Schaafheim/Babenhausen, da die 677 zum Dezember eingestellt wird. Manche Linien erhalten Nachtverkehre, wie zum Beispiel die 562 (Hanau-Nidderau), X93 (Hanau-Erlensee) oder 672 (Darmstadt-Dieburg). Im MKK wird sich aber die Kreisverkehrsgesellschaft wieder bis 2 vor 12 Zeit lassen, bis man dort die Fahrpläne einsehen kann.

    Seit ein paar Tagen sind die Zugleistungen im Nah-und Fernverkehr im DB Navigator zu sehen. Im östlichen Mittelhessen wird wohl nochmals investiert, dort fahren am Wochenende auch noch gegen Mitternacht Züge (uA RB 45, 46). Auch richtung Rhön/Gersfeld werden bis Mitternacht Zugleistungen angeboten. Wer sich also dafür interessiert, kann das mal überprüfen, ob sich auch in eurer Region was ändert.:)

    Bezüglich der Busleistungen wird sich aber mal wieder bis Ende November Zeit gelassen (RMV).

    Ebsteiner Tageblatt

    Ärger um die Linie 202


    In Zukunft seltener zu sehen: Busse in Söflingen. (Symbolbild: Ute Walther)



    Landkreis Ebstein/Söflingen. Im Stadtparlament in Bernhausen wundert man sich. Im Nachbarkreis hat die Kreisstadt Söflingen am Donnerstagabend weitreichende Einsparungen im ÖPNV beschlossen. Mit 13 zu 12 Stimmen wurde beschlossen, die Linie 202 nur noch zu Hauptverkehrszeiten verkehren zu lassen. Grund für die Einsparungen seien leere Busse spätabends und am Wochenende. Dadurch, so die CDU-Fraktion, könne man auch die Beiträge an den Landkreis Ebstein um fast 2/3 von etwa 270 000€ auf etwa 100 000€ kürzen.

    Bei Bernhausens Bürgermeister Uwe Reinert gingen die Alarmglocken an. Selbst auf der Sitzung anwesend aufgrund der Entscheidung für Neubau der Flughafenstraße, meldete er sich vehement zu Wort. "Wie stellt man sich das jetzt vor, die Linie 202 übernimmt auch die Feinerschließung durch Bernhausen. Müssen wir nun den Söflinger Beitrag beisteuern, damit der Osten nicht abgeschnitten wird? Wir werden uns bei Beschluss dieses Antrages in Bernhausen mit dem Busunternehmen auseinandersetzen, eine einseitige Finanzierung der Linie 202 steht nicht zur Debatte", zeigte er sich erbost. Doch im Endeffekt stimmten CDU und FDP für die Kürzung, SPD, Grüne und Freie Wähler dagegen.

    Dies war Anlass, für den ebenfalls über das Ergebnis erstaunten Busunternehmer Becker in Rekordzeit ein Konzept aufzustellen, welches Bernhausen ein Stadtbussystem beschert. Dabei seien die Fahrgastzahlen eigentlich in Ordnung mit rund 450 Fahrgästen am Samstag und 200 an Sonn-und Feiertagen. Doch man müsse einräumen, dass der Großteil in Bernhausen wieder den Bus verlasse. "Wir haben eine Grobplanung zur Überprüfung an die Stadt Bernhausen geschickt. Irgendwo müssen wir versuchen, unsere Fahrer unterzubringen", so Bertram Becker. An Angebotsdichte und Bedienzeitraum soll sich somit in Bernhausen nichts ändern, wenn das Konzept von den Abgeordneten angenommen wird. Man sei zwar erfolgreich gewesen bei einer weiteren Ausschreibung in Grunheim, jedoch verrate der Blick in die Landkarte, dass Anfahrtswege von Busfahrern aus dem Landkreis Ebstein mit weit über 50 Kilometer unzumutbar und exorbitant weit seien.


    Weitreichender sind da die Folgen für die Söflinger. Das neue Bedienungskonzept steht dort nämlich schon fest - und wird scharf kritisiert. So wird man Montags bis Freitags weiterhin Regelfahrten von Söflingen auf direktem Wege nach Ebstein haben, ergänzend dazu fährt unregelmäßig die bisher im Halbstundentakt verkehrende Linie 202. An Wochenenden besteht lediglich im Zweistundentakt eine Bedienung zwischen Ebstein und Söflingen. "Es darf nicht wahr sein, welch Schildbürgerstreich mit den Pendlern gespielt wird", so der Vorsitzende der VCD Söflingen, Frank Vogt. "Wir spüren hier jetzt die Kreisgrenze mit voller Härte! Wenn Samstags nach 18 Uhr kein Bus mehr rüber fährt, wie sollen denn dann die Fahrgäste zur S-Bahn kommen? Das wird über kurz oder lang dazu führen, dass wir die Straße nach Bernhausen nicht nur erneuern, sondern im gleichen Zug noch ausbauen dürfen". Es sei zumindest Usus, dass dann als Ersatz Anruf- bzw. Anschluss-Linien-Taxen eingesetzt würden, jedoch Leistungen in dem Maße komplett abzubestellen sei in der Region ein Novum.

    Eine Anfrage bei der CDU Söflingen blieb erfolglos. Jedoch gab es dafür von der SPD eine gute Nachricht: bis nach den Weihnachtsferien bleibt das aktuelle System bestehen. Es brechen jedoch stürmische Zeiten an. In der Politik und bei den Pendlern.



    Nagel mich nicht fest, aber ich glaube 438. Bin mir da nicht 100% sicher, jedenfalls kam mir der Gedankenblitz, da laut meiner Kenntnis die Firma Böhm ja auch eine gewisse Zeit lang mit gleich ausgestatteten Citaros als HEAG-Sub unterwegs war und diese auch teilweise mit installierten IbisPlus-System (aber dann mit ebenfalls installierten RKH-Drucker) auf der ehemaligen 564 in Hanau unterwegs war. Wie gesagt, eigentlich Spekulatius aber vielleicht stimmt ja die Vermutung.

    Vermutlich hat der Bus IBIS-Daten von der HEAG drauf gehabt. Woher die kommen, keine Ahnung. Das ist reiner Spekulatius. Vielleicht hat der Bus durch einen Subunternehmer eine Vergangenheit auf HEAG-Linien gehabt.

    Als ich die Tage in Aschaffenburg war, stand auch ein Mercedes Travego am Hauptbahnhof. Der Merth-MAN ist in dem Moment meiner Ankunft nach Babenhausen abgefahren. Ebenfalls ist ein Frabus Citaro C2 sowie ein Facelift-Citaro mit Frankfurter Kennzeichen SEV gefahren, letzterer komischerweise mit der Matrixbeschriftung "HEAG Mobilo" - ist mir aufgefallen, weil der Fahrer urplötzlich an der Haltestelle vom Park Schönbusch anhielt und den Motor begutachtete... Also würde ich behaupten, dass das die selben Unternehmen waren.

    Busmangel ist eigentlich auszuschließen - kamen ja erst letztes Jahr neue Fahrzeuge und eigentlich haben die auch insgesamt genug Ersatzbusse. Vielleicht hat Stroh der Kahlgrund-VG genauso wie dem Heuser Touren abgegeben, letzterer ist morgens auch auf der MKK-60 als Sub unterwegs.

    Dazu konnte ich einen Mercedes-Benz Citaro C2 Solo von Frabus im Offenbacher Design sichten und einen DB roten MAN A20 Facelift mit DB Innenraum, aus dem Main-Kinzig-Kreis.


    Er hatte das Kennzeichen MKK-M-947.

    Der MAN ist von Merth, Birstein. War wahrscheinlich mal für DB vorhergesehen. Nachdem die Verkehre in Hanau verloren gingen und die nicht mehr als Sub verkehren, sind die öfters mal im SEV-Verkehr anzutreffen.

    (Im Übrigen und das nur am Rande: eine Ausschreibung über Wagenbestellungen der DB wurde von MAN gewonnen)

    Nee, die werden von Rack selber gefahren. Es gibt neben Rack noch die Firma Röder als Subunternehmer für Viabus in Hanau. RackTours fährt die komplette Linie X93 sowie Teile von S42,S44,562 und 566, Röder fährt die komplette Linie 563. Die restlichen Linien (X57, X64, MKK54,56 und 57) fährt Viabus in Eigenregie.

    In Hanau hat die Viabus auch das ganze Bediengebiet von der RKH (bzw. Schulmeyer, dann BVH, dann DB Regio Bus Mitte, aber RKH hat es bis Ende 2016 gefahren) gewonnen. In Langenselbold kurven auch Busse vom Obertshäuser Stern (zB SP-OF 69) rum, zudem die VDL Berkhof aus Hanau (Ex-Kraus u. Bonifer), auch den einen oder anderen MAN aus dem Offenbacher Stadtverkehr kann man sehen - und das sind noch die besten Wagen im Gegensatz zu den VDL. Und das obwohl ich VDL eigentlich für robust halte, aber wenn die eben nicht gepflegt werden... Ich persönlich würde es begrüßen, wenn das RP Darmstadt dem Heuser Recht und die Linien vergibt, weil so kann und darf es nicht weiter gehen. Klar - dass der Betrieb von Tag 1 nicht rund läuft und mal ein Missgeschick passiert - ist ärgerlich, aber menschlich. Da fehlt halt ein Wenig Routine. Aber wenn weit nach Tag 1 der Betriebsaufnahme immer noch eklatante Fehler passieren, dann MUSS gehandelt werden

    In der Doku wird auch schön kritisch berichtet - unter Anderem wird da kritisiert, dass Viabusfahrer aus Frankfurt einfach im Linienverkehr Heigenbrücken - Schöllkrippen OHNE Ortskenntnis fahren, einer warf der Firma sogar vor, dass Fahrer unter Druck Doppelschichten von 4-22 Uhr ohne Pause fahren mussten. Da ich das nicht nur behaupten, sondern belegen will: Die Doku ist noch auf YouTube verfügbar: Die ersten 7 1/2 Minuten drehen sich um Viabus.

    Bei mir in der Ecke knallt es derzeit ganz gut - nicht im Sinne von Unfällen, sondern wegen der BRH Viabus, die ja bekanntlich die MKK54,56 und 57 übernommen haben. Dort kommt es zu massivsten Beschwerden, unter Anderem:

    - Die Fahrer sprechen unzureichend deutsch, Fahrscheinverkauf oder Nachfragen sind nicht möglich
    - der Schulverkehr ist massiv verspätet oder Schüler werden auf der Mitte des Weges rausgeworfen (die Rede war von 18 Schüler in Ravolzhausen, der Fahrer hätte diese nach Bruchköbel an eine Schule fahren sollen, weigerte sich aber, da es nicht auf seinem Dienstplan stand!)
    - die Qualität der Busse lässt seeeeeeeehr zu wünschen übrig - eingesetzt werden meist VDL Berkhof aus Hanau, die dort schon in keinem guten Zustand unterwegs waren
    - höchst mangelhafte Umstiege in Langenselbold nach Ronneburg - der Ronneburgbus wartet nicht auf Passagiere aus dem (zumeist verspäteten) Bus aus Hanau. Bitter, vor Allem weil für die Ronneburger ja bis vor zwei Monaten eine Direktverbindung von Hanau Hbf bestand und man jetzt zwei mal umsteigen muss - entweder in Erlensee am Limeskreisel und dann am Markt am Ring in Langenselbold, oder wenn man von der S-Bahn in RE/RB in Hanau Hbf und dann nochmal in Langenselbold am Bahnhof.
    Ende Juli war auch in Langenselbold eine "Pro Heuser"-Demo, an dieser nahmen ca. 150 Personen teil. In der lokalen Presse hat das Thema gerade Hochkonjuntur, ab Montag bessert die immens in der Kritik stehende Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig die Rahmenbedingungen im Fahrplan - mal sehen, ob es Viabus dann besser macht.

    Ende September fällt dann die entgültige Entscheidung, wär die drei Linien weiterfährt - denn der Altbetreiber Heuser hat Beschwerde bzw. Klage beim Regierungspräsidium Darmstadt gestellt.

    Es muss halt alles durch die Gremien gehen, aber aus Erfahrung kann ich sagen dass da durchaus trotzdem Jahre vergehen könnten bis sich was ändert. Bei mir in der Ecke hat es wie erläutert vier Jahre gedauert, bis sich was tat. Und das, obwohl immer Leute da waren, die in Orte wollten, wo der Bus nie reinfuhr und der offizielle Weg vor Allem frühmorgens im Winter nicht geräumt und spiegelglatt war. Bei solchen Lagen sind selbst die BVH (die damals die Linie inne hatten) durch die Käffer gefahren, eben weil da die Straßen früher geräumt werden.


    Trotzdem bleibt dann die Frage, ob sich denn eine Verlängerung bis Hofheim lohnt, oder ob man vielleicht nicht eher durch eine Umsteigeverbindung am Flughafen den X17 stärkt - falls das in den Gremien durchkommt. Der Andere könnte zum Beispiel dann im Industriegebiet Höchst enden.

    Ich hatte daran gedacht, dass man die Buslinie K54, die jetzt von Babenhausen nach Aschaffenburg fährt, nach Darmstadt verlängert. Der Bus könnte ab Babenhausen Bahnhof, wo er heute endet, über die B26 direkt nach DA fahren. So müsste man zwischen Babenhausen und Darmstadt auch keinen RE einsetzten, weil der Bus dann schneller wäre als der Zug. Der Bus könnte in Darmstadt am Hauptbahnhof enden.


    Ein Bus kann niemals einen Zug adäquat ersetzen, zumindest nicht zu Stoßzeiten. Man sollte auch keine Zugstrecken schwächen, sondern lediglich durch Randfahrten ergänzen. Und das ist gegeben, da die existente Schienenergänzungslinie 677 spätabends auch durch Babenhausen nach DA Hbf. fährt.


    Eine weitere Linie wäre die neue X99. Dieser Bus verkehrt zwischen Darmstadt Mathildenplatz, Darmstadt Hauptbahnhof, Weiterstadt Hallenbad, Braunshardt Dornhecke d, Worfelden Rheinlandstraße Ost, Worfelden Rheinlandstraße West, Worfelden Sportplatz, Mörfelden Schwimmbad, Mörfelden Tählmannstraße, Mörfelden An den Nußbäumen, Walldorf Alpenring, Vitrolles Ring, Walldorf Waldstraße, Walldorf Nordring, Frankfurt Flughafen Tor 31, Frankfurt Flughafen Tor 26, Frankfurt Flughafen Tor 25, Frankfurt Flughafen Parkhaus P53, Frankfurt Flughafen Tor 23, frankfurt Industriepark Höchst Tor Süd, Frankfurt Sindlingen VC Vitoria, Frankfurt Sindlingen Bahnhof, Frankfurt Sindlingen Eckenkobener Straße, Frankfurt Zeilsheim Bahnhof, Frankfurt Annabergstraße, Frankfurt Zeilsheim Kolonie, Frankfurt Zeilsheim Kirche, Frankfurt Zeilsheim Friedhof, Kriftel Katharina-Kemmler-Straße, Kriftel Kreissporthalle und Hofheim Bahnhof.
    Also der Bus würde von Darmstadt über den Flughafen über den Industriepark Höchst und über Frankfurt Nordwest nach Hofheim fahren. So hätte man eine schnelle und bequeme Verbindung zwischen Hofheim und Darmstadt


    Da würde mich mal ein Fahrplanbeispiel interessieren. Liest sich ja jetzt auf dem Ersten Blick wie ne Kombination zwischen 751 und X17, aber und jetzt kommt das große ABER: Die Linien sind jetzt erst ich glaube zwei Jahre in Betrieb. Es fahren da verschiedene Unternehmen. Wie soll das funktionieren? Und die allerwichtigste Frage: Gibt es denn genügend Leute, die von Darmstadt oder Mörfelden oder sonst wo nach Hofheim wollen und umgekehrt? Pläne und Beispiele sind ja schön und gut und sowas kann man sich ja durch den Kopf gehen lassen, aber es braucht schon Ernsthaftigkeit. Eine solche Linie kostet nämlich nicht gerade wenig.


    Noch was am Rande: Es hat jetzt vier Jahre gedauert, bis der RMV bei mir in der Ecke eine Ortschaft an eine solche Schienenergänzungsbuslinie angebunden hat. Der Ort hat zwar keinen Bahnhof, aber doch n gutes Fahrgastaufkommen. Ich denke, die Wahrscheinlichkeit geht gegen 0, dass solche Vorschläge was fruchten. Als Laie hat man nämlich nicht die Rahmenbedingungen, die ein Verkehrsplanerbüro hat. Mehrmals wurde es schon erwähnt in diesem Thread: Eine Buslinie muss Potenzial haben, rentabel sein, das Minus sollte im Rahmen bleiben. Wenn man jetzt zum Beispiel anfängt und Ortschaften parallel zur Bahn mit Bussen bedient, dann muss ich ein Alleinstellungsmerkmal finden, was den Bus attraktiv macht. Klapper ich mit dem Bus nur die Bahnhöfe ab, dann wird das Potenzial nicht ausgeschöpft. Binde ich jedoch Haltestellen innerorts an, und das zeitlich versetzt zur Bahn, könnte das einen positiveren Effekt auf den sogenannten Kosten-Nutzen-Faktor haben, sofern das Fahrgastpotenzial vorhanden ist.. Ich nehme jetzt mal als Beispiel aus meiner Ecke die Linie MKK53, welche von Hanau bis Langenselbold relativ schienenparallel verkehrt. Diese Linie funktioniert, weil a. eine bessere Feinerschließung für Wolfgang (Industriestandort) und Niederrodenbach (Anschluss an den Ortsbus nach Oberrodenbach, der aber zu anderen Zeiten auch bis Hanau fährt) erreicht wird. Gut, zuzugeben ist auch, dass diese Linie noch besser funktioniert, da diese vom Langenselbolder Bahnhof mit Anschlüssen zur Bahn weiter nach Freigericht fährt. Aber: Würde ich nur in Wolfgang die Industriegebiete anfahren und in Niederrodenbach den Bahnhof, hätte das natürlich keinen Sinn und würde auch in gewisser Weise den Kosten-Nutzen-Faktor beeinflussen.


    Und zum Thema Schnellbus generell: Es gibt sogar Klagen von Verkehrsbetrieben gegen den RMV: Als Beispiel klagt der Stadtverkehr Maintal gegen den RMV*, da diese der Auffassung sind, dass die eingerichtete Linie X57 von Hanau nach Enkheim das Fahrgastpotenzial der Linie MKK23 abgräbt. Hier ist der Link, leider hinter einer Paywall, aber es wird die Intension schon deutlich.


    *nicht direkt gegen den RMV, aber jedenfalls mit einer Beschwerde bzw. Widerspruch beim RP Darmstadt.

    Ebsteiner Tageblatt


    Probleme im Regionalverkehr


    Ausschreibung der Regio Bus Mitte widerrufen


    Ebstein (dh). Die Sorgen der Bürger sollten leider die Oberhand behalten. Seitdem die Regio Bus Mite GmbH die Ebsteiner Umlandlinien per Ausschreibung erhalten hat, geht es bei der LNO Ebstein nur noch hin und her. Björn Schildger, Sprecher der LNO, beziffert ein schauerhaftes Bild: Mindestens 30% der Fahrten hatten mindestens 15 Minuten Verspätung, davon sind die Hälfte sogar ausgefallen. Das heißt, betrieblich wurden Linien unterbrochen oder es habe sich eine Verspätung von mindestens 31 Minuten angesammelt.


    Dabei gab es viel Vorschusslorbeeren. Man war sich im Klaren, dass sich nicht alles sofort einspielen würde. Jedoch war man überzeugt, einen kompetenten Partner an Land zu ziehen. "Jedoch haben selbst konkrete Gespräche mit dem Vorstand sowie dem Fahrdienstleiter nicht für Besserung gesorgt", so Schildger. "Der Betrieb geht trotzdem bis zur neuen Vergabe weiter, und jede Pönale geht zulasten der alten Firma", fügt er noch hinzu. Für Bertram Becker, der seine Firma durch kurzfristige Aufträge gerade so über Wasser halten konnte, sind solche Aussagen "blanker Hohn". Wir haben schließlich die Verkehre gemeinsam mit der EBI-Tours gefahren und das mit einer durchschnittlichen Verspätung von drei Minuten und einer Ausfallquote von unter ein Prozent", so Becker. Für seine Firma scheint die Talsohle überwunden, war man doch bei der letzten Direktvergabe, die diese Woche veröffentlicht wurde, erfolgreich. "Aber dass in anderen Teilen Ebsteins der Verkehr nicht rund läuft, macht mich stinksauer". Nun hofft Becker, dass man in der LNO ein Umdenken stattfindet. Becker könnte sich auch vorstellen, einen Teil oder gar das ganze Bündel zu übernehmen, wenn dies politisch gewollt wäre. "Ich habe bis zum heutigen Tage nicht viele entlassen, denn die Hoffnung stirbt zuletzt. Lieber bezahle ich aus eigener Tasche vorübergehend die Gehälter, als dass ich eine Chance verpasse, um meine Arbeiter in Lohn und Brot zu halten".


    Bei der Regio Bus Mitte war keiner zu erreichen. Eine schriftliche Stellungnahme erreichte uns kurz vor Redaktionsschluss, in der bedauert wird, dass man "das geschenkte Vertrauen nicht geschätzt habe". Für die Fahrgäste, die die letzten Monate den Strapazen ausgesetzt waren, hätte man Taxikosten zugesichert, sofern Taxis genutzt wurden. Doch das ist auch nur ein schwacher Trost in der verfehlten Ebsteiner Ausschreibungspolitik.

    Viabus ist wohl erfolgreich bei einigen der ausstehenden Ausschreibungen im MKK. Laut einem Bericht werden die Stadtverkehre in Nidderau sowie das Teillinienbündel "Gelnhausen/Langenselbold 2" womöglich von den Altbetreiber Stroh und Heuser übernommen. Für die Firma Heuser bedeutet wohl das das Ende... nach 80 Jahren.


    Die Leistungen von Viabus mag ich nicht beurteilen, aber die Tatsache, dass ein Traditionsunternehmen auf der Kippe steht, stimmt einen sehr nachdenklich... was bin ich froh das der erste Teil des Bündels Gelnhausen/Langenselbold bis 2025 in RDG-Hand ist...


    Zumindest verteidigt der Regionalverkehr Main-Kinzig/Kreiswerke ihre Bündel um Gelnhausen und Bad Orb/Wächtersbach.