Posts by Maerkertram

    Ich denke mir, das der Fehler (der Omsi-Fehler) darin begründet liegt, dass du einen Bussteig ohne Zusatz hast.

    Ich habe jetzt extra nochmal die alte Teltow v4 herauskramt, in der ich die Tests und Modifikationen durchgeführt habe. Die Abfahrtshaltestelle des X10 heißt "S+U Zoologischer Garten Bhf 2" und alle 6 Haltestellen haben hinten eine andere Nummer. Dennoch liefen die Leute bei hoher Docking Distance vom linken zum rechten Bussteig. Einen Buswürfel ohne Zusatz gibt es für die Gegenrichtung, aber der hat keine räumliche Überschneidung. Und Würfel+Hofdatei haben bei mir noch nie übereingestimmt. In Berlin X10 habe ich glaube ich den Namen eingekürzt und vermehrt das neue Feld "Zusatz" benutzt.


    Quote

    An der Hertzallee unter der Brücke gibt es auch ein Problem, weil die Fahrkunden nur aussteigen, wenn man weit genug vor fährt (hinter dem Haltestellenschild).

    Das ist Absicht und von mir extra so gebaut ;) .

    Dort, wo ich das Problem hatte, habe ich die Haltestellenwürfel ein paar Meter weiter auseinander gesetzt, das hatte schon gereicht. Solange man nicht gerade einen KI-Bus "sieht", der erst 5m hinter dem Mast zum stehen kommt, bemerkt man davon gar nichts. Sicher gibt es aber Situationen, wo das nicht sinnvoll ist. Zum Beispiel Straßenbahn-Haltestellen.


    Am Bahnhof Zoo (zwei Bussteige nebeneinander) habe ich hingegen die Docking-Distance schrittweise verringert, bis die Fahrgäste nicht mehr rüberlaufen. Nummeriert waren die Haltestellen dort schon.

    Ich hatte bisher eine positive Meinung zu allen PlusBus-Linien in Brandenburg, aber beim 569 will so überhaupt keine Euphorie aufkommen ...


    Die Linie erfüllt kaum Verbindungsfunktionen, dafür ist Päwesin einfach zu klein. Nur für die Erschließung braucht man hingegen keine dichten Takte. Die Schülerverkehre dort sind zu "durcheinander" als dass man sie sinnvoll vertakten könnte und das bisherige betriebliche Ringbus-Konzept 558/569 hat Umstiege vermieden.


    Wenn man den Verkehr aufwerten will, sollte man sich die Verbindungen der größeren Orte anschauen. Die Verbindung Brandenburg - Ketzin könnte man verbessern, wenn man den 614 bis Päwesin verlängern würde. Bei der Verbindung Brandenburg - Nauen steckt Potenzial in Schnellbussen. Während man mit den Linien 569-660 heute etwa 2 Stunden für 35km (Luftlinie) braucht, könnte man eine Fahrzeit von 1 Stunde realisieren. Dafür muss man nur auf der Bundesstraße bleiben und darf nicht jedes Dorf links und rechts der Straße bedienen. Jedenfalls stelle ich mir vor, dass auf den beiden genannten Verbindungen viele Autofahrer pendeln, aber keiner den ÖV nutzt.

    Also meines Erachtens hat Stahnsdorf nicht genug Platz um zusätzliche Busse aufzunehmen, denn schließlich hat auch das TKS-Netz 2010 nicht zur Reduzierung des Fahrzeugbestands geführt. Die Linien X1/601/602/N13 werden zu >50% von Potsdam gefahren und das ist schon mindestens seit dem Moment so, als Havelbus an ViP die Linien 605, 638 und Co. abgegeben hat. Deshalb hat auch der ViP-Hof in Potsdam mehr Busse stationiert als zu seiner Eröffnung.

    Der letzte Pfad, bei dem der Blinker noch aus sein soll, muss "Straight" bekommen, danach darf nur noch "None" bis zum Abzweig kommen. Das Straight erzeugt übrigens auch einen dynamischen Hilfspfeil nach unten.

    Da halte ich dagegen: Ich kenne kein anderes Busunternehmen in Berlin-Brandenburg, was die Ausfälle so transparent darlegt! Ist übrigens leider nicht das erste mal in diesem Jahr, dass es zu angekündigten Ausfällen in Falkensee kommt. Ganz überraschend ist das allerdings nicht, schließlich wurde seitens der Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit gefordert (wurde nicht umgesetzt), weil es im Speckgürtel schwer ist, genügend Busfahrer zu finden.



    Mal ein anderes Thema: Ich warte schon seit einigen Tagen auf einen Bericht aus Brandenburg (Havel) wegen der für Gelenkbusse gesperrten Brücke. Wie läuft's denn so in Brandenburg? ^^

    Erfahrunsgemäß ... würde ich sagen, der Busfahrer wollte eine ungestörte Pause haben. Laut Plan müsste er 3 Haltestellen weiter Pause machen. Da der Fahrer dachte, dass auf den letzten Haltestellen keiner mehr zusteigt, ist er noch nicht bis zum Ende gefahren. Das darf der Fahrer ohne Zustimmung der Leitstelle natürlich nicht machen!


    Ansonsten könnte der Bus auch einfach einen Defekt gehabt haben ;) .

    Ende der Buslinie 618
    Zum Fahrplanwechsel wird die Buslinie 618 Potsdam - Wünsdorf eingestellt. Dieser ganz besonderen Linie widme ich diesen Beitrag mit einigen Hintergründen.


    Verkehrliche Bedeutung:
    Nach dem Ende der DDR sind die russischen Truppen aus Wünsdorf abgezogen. Um in der Region Arbeitsplätze zu erhalten und einen Teil der verlassenen Gebäude weiter zu nutzen, wurden Teile der Landes-Behörden 1994 von Potsdam nach Wünsdorf verlegt. Damit die Mitarbeiter bequem dorthin kommen, wurde die Buslinie 618 eingerichtet. Sie fuhr ca. 13x pro Tag und Richtung und brauchte etwa 70 Minuten zwischen Potsdam Hbf und den Behörden in Wünsdorf. Da die Linie insgesamt etwa 60 Kilometer lang war, über die Autobahn fuhr und vor allem für lange Reisen zwischen Potsdam und Wünsdorf da war, wurde sie 2006 als "landesbedeutsame Buslinie" vom Land Brandenburg europaweit ausgeschrieben. "Normale" Buslinien hingegen sind in Verantwortung der Landkreise. Die Ausschreibung hat damals eine Kooperation zwischen VTF und Havelbus gewonnen.


    Landesbedeutsame Buslinie:
    Am 1.10.2006 ging der neue Fahrplan mit ca. 11 Fahrten in Betrieb. Die Fahrten führten von nun an nicht mehr über die Autobahn, sondern über die Landstraße (ohne Zwischenhalte), was die Fahrt beschleunigte. Ein Teil der Fahrten führte über Thyrow. Von nun an wurden Busse mit Rollstuhlbeförderung (Niederflur oder Hublift) eingesetzt.
    Die Fahrten über Thyrow (1.400 Einwohner) war nur eine Minute schneller als über Ludwigsfelde (25.000 Einwohner), also sinnlos. Nach kurzer Zeit wurden sie wegen Anwohnerprotesten wieder über Groß Machnow (1.300 Einwohner) und die Autobahn geschickt. Nach und nach wurden mehr Zwischenhalte eingelegt, sodass z. B. für 2 Minuten Mehrfahrzeit 3 Dörfer (2.000 Einwohner) angebunden wurden. Mit der Buslinie 707 wurde außerdem ein Parallelangebot (mit mehr Zwischenhalten) zwischen Ludwigsfelde und Rangsdorf geschaffen.
    In den letzten zwei Jahren ist DB Regiobus Nordost nach erneuter Ausschreibung zum Betreiber geworden. Die DB griff auch auf Anger als Subunternehmer zurück.


    Fahrplan 2018:
    Die Linie 618 gibt es nicht mehr. Neu ist dafür die PlusBus-Linie 715 Potsdam - Ludwigsfelde. Sie fährt Mo-Fr alle 30 bis 60 Minuten und Sa-So alle 120 Minuten. In Potsdam verkehrt sie weiterhin als Express-Bus, fährt dafür aber mit den meisten Fahrten den Schlenker durch Ahrensdorf. Die Linie 750 Potsdam - Luckenwalde verkehrt bis Ludwigsfelde auch unter der Liniennummer 715. Deutliche Einschnitte gibt es bei den Linien 619 und 707.


    Vergleich Fahrplanangebot:
    Potsdam -> Ludwigsfelde (Mo-Fr) 29 statt 24 Fahrten (alt 7x618, 13x619, 4x750 - neu 25x715, 4x619)
    Potsdam -> Ludwigsfelde (Sa-So) 6 statt 4 Fahrten (alt 4x750 - neu 6x715)
    Ludwigsfelde -> Zossen (Mo-Fr) 11 statt 19 Fahrten (alt 6x618, 11x701, 2x707 - neu 11x701)
    Von Potsdam nach Luckenwalde bleibt es bei 6 Direktverbindungen (mit 1-2x Linienwechsel) Mo-Fr und 2 an Sa-So


    Wieso eigentlich?
    Die Linie war meiner Meinung nach von Anfang an eine Fehlplanung. Von Potsdam nach Wünsdorf ging es für die Landes-Beschäftigten alle 30 Minuten (nachmittags entsprechend zurück). In der jeweiligen Gegenrichtung wurden nur wenige Fahrten angeboten, aber gerade das ist für alle anderen die Lastrichtung. Man musste bei diesen gegenläufigen Fahrten sogar Gelenkbusse einsetzen. Daher war es folgerichtig, auf diesen Fahrten mehr Zwischenstopps einzulegen. Man hat es aber versäumt, einen integrativen Ansatz zu fahren, also z. B. Doppelangebote zwischen 618 und 701 zu identifizieren. Nein, der 618 musste immer der Expressbus sein und durfte keine Aufgaben des Schülerverkehrs wahrnehmen. Nun waren dem Land Brandenburg die Fahrgastzahlen nicht mehr hoch genug, sodass die Linie 618 im Abschnitt Ludwigsfelde - Wünsdorf praktisch ersatzlos gestrichen wurde. Zwischen Potsdam und Ludwigsfelde wird das Angebot zwar leicht erhöht, aber dafür entfallen aber 8 Direktfahrten von 618 und 750, die bisher an Ludwigsfelde "vorbei" fahren. Die Fahrleistung ist daher eher konstant.
    Das vertakte Angebot wird sicher zu Fahrgastzuwächsen zwischen Potsdam und Ludwigsfelde führen, da zwischen beiden Städten ein hohes Pendleraufkommen besteht.

    Bist du im Berufsverkehr gefahren (also Mo-Fr) oder am Wochenende?


    Ampelschaltungen sind so eine Sache. Darius hat manche nah bei einander liegende Ampeln aufeinander abgestimmt. Alle Ampeln abstimmen geht aber aufgrund des Ladeverhaltens von Omsi 2 nicht mehr. Das heißt, es könnte sein, dass du in der Realität eine grüne Welle hast, Omsi das aber wegen einer Kachelgrenze vermurkst.


    Meine Erfahrungen zum Fahrplan zeigen eher, dass ich tagsüber noch locker Luft habe und es erst abends und am Wochenende (v. a. Wochenende morgens) knifflig wird. Möglicherweise wären die Ampeln dann in der Realität anders getaktet als Mo-Fr. Oder die Bus-Beschleunigung klappt in der Realität besser, denn in Omsi Hamburg gibt es m. W. n. keine. Hinzu kommt das viel zu hohe Fahrgastaufkommen am Wochenende morgens, was sich in Omsi nicht abstellen lässt.