Posts by Berlin&Brandenburg

    Diese ganze O-Bus Diskussion finde ich eh müßig... Die Straßen in Berlin sind voll. Dagegen hilft weder ein O-Bus und auch keine Straßenbahn. Solange der Individualverkehr zunimmt und die Verkehrsmittel keine eigene, durchgängige Spur haben, geht das halt nicht anders. Und damit meine ich keine Busspuren, sondern richtige BRT-Trassen... Wie man sie aus Südamerika oder Nordamerika kennt...

    Die BVG müsste mehr moderne Busse haben, was durch die Beschaffung von Citaros auch geschieht. Die Scanias sind in meinen Augen von der Ausstattung her nicht mehr auf dem neuesten, von der BVG angestrebtem Stand. Es stimmt aber dass sie ziemlich gut ziehen, meine (kurzen) Erfahrungen mit den Zitronen sind da etwas durchwachsen gewesen. Ich kann aber bis heute nicht verstehen warum die neueren Serien bei Fahrt in den Leerlauf schalten, dadurch fällt ja das Segeln komplett weg.

    Mag sein, dass die Scania nicht mehr ganz auf Höhe der Zeit sind. Aber das ist ja bei MAN auch nicht anders. Zumindest bei den bisherigen LC-Modellen.


    Aus Fahrgastsicht sind und waren die Solaris so das Schlimmste, was man bei der BVG so fahren konnte. Laut, dann das nervige Voith, was bei vollem Wagen gern mit Schaltpendeln beginnt, zudem noch diese willkürlich lösende Haltestellenbremse - ganz zu schweigen von der fehlenden Regenrinne... Bei gekneeltem Wagen und starkem Regen wurde ich schon so einige Male geduscht. Da kommen Wasserfälle vom Dach, das ist ja unmöglich...


    Und zum Thema Zuverlässigkeit: Gestrandet bin ich in Berlin glücklicherweise noch nie - ein Kumpel schon. Der ist vor längerer Zeit 'mal spät Abends am U Bahnhof Krumme Lanke stecken geblieben. Der Solaris machte Ärger, woraufhin der Fahrer ihn resetten wollte und den Karren abstellte. Danach ging gar nichts mehr. Abgesehen von einem kurz anlaufenden Anlasser und danach eine Masse an Fehlermeldungen regte sich da nichts mehr... Irgendwann gab er auf... Dann musste auf den nächsten Bus gewartet werden.

    Drücken muss man halt bei jedem Knopf. Bei diesen "langen" Stoppknöpfe, wie sie beispielsweise Regiobus bisher hatte, sehe ich häufig, dass versehentlich gedrückt wird, weil die Kontaktfläche des Knopfes so groß ist. Gerade bei den C2LEs sind diese immer an den Stangen an den Treppenstufen hinten befestigt. Da drücken einige Fahrgäste dann automatisch, wenn sie sich daran die Stufen hochziehen wollen...

    2. Modernisierung der MGT6D abgeschlossen


    Seit dem 30. Dezember verkehrt der Triebwagen 102 der Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel wieder im Liniennetz. Somit wurde die zweite umfassende Modernisierung eines Zweirichtungstriebwagens abgeschlossen. Die Arbeiten am Fahrzeug erfolgten in der eigenen Werkstatt im Zeitraum eines Dreiviertel Jahres mit einem finanziellen Aufwand von rund 300.000 Euro.


    Link zum Video


    Die kompletten Modernisierungsmaßnahmen hier im Überblick:


    • Durchführung der Hauptuntersuchung
    • Komplettaustausch der Fußbodenplatten und der Fußbodenverblechung
    • Entrostung, Versiegelung und Aufarbeitung aller Querträger der Fahrzeugkästen
    • Aufbereitung der Getriebe und Wechsel inkl. Neuanfertigung einzelner Getriebeteile
    • Türmechanik überholt und defekte und verschlissene Teile ersetzt
    • Revision der Besandungsanlage und Einbau eines zusätzlichen Kontrollschachtes
    • Einbau von Fahrerklimaanlagen für beide Steuerstände (A-/B-Kopf)
    • Ausbau des alten Bordnetzumformers und Einbau eines neuen mit Umrüstung von 110 Hz auf nun 50 Hz
    • Erneuerung der Schützen- und Heizungstechnik
    • Kabelzuführungen ausgewechselt
    • neue, moderne zweifarbige Innenraumgestaltung in Blau-Weiß-Silber
    • Einbau eines nahtlosen, robusten Fußbodens mittels eines 2K Heißspritzverfahrens, um den Untergrund vor erneuter Rostbildung zu schützen
    • Aufarbeitung der Sitze und Sitzgruppen aus Kunststoff sowie frische Polsterung der Sitze
    • Erneuerung der Faltenbälge
    • neue Schutzleisten, Lampeneinfassungen, Haltestangen und Seitenverkleidungen aus Edelstahl
    • Austausch aller Scheiben, Einbau von wärmegedämmter Verglasung in der Farbe Parsol-Bronze
    • Komplettumbau der Außenbeleuchtung (Hauptscheinwerfer, Fahrtrichtungsanzeiger, Brems- und Schlusslicht)
    • Sechs LED Fahrzielanzeiger in Orange mit Linie-Ziel-Beschilderung
    • Relaunch der Vollgestaltung für "Antenne Brandenburg vom rbb"

    Es sind bereits seit 2018 (mit Indienststellung der A23) auch schon Fahrzeuge des 2010er Jahrgangs abgestellt worden. Also nach Baujahren ging da niemand. Abgestellt an Volvos wurde alles, wofür dann A23 als Ersatz vorhanden waren.


    Maßgeblich für die Abstellung war wohl die Störanfälligkeit der Volvo-Fahrzeuge. Mir sind Fälle bekannt, bei denen Mitarbeiter mehrfach auf einer Schicht Volvos tauschen lassen mussten, weil es schon bei Abfahrt auf dem Betriebshof zu Problemen mit Motorkühlung und Steuerung kam.


    Die Volvo wurden durch finanzielle Beteiligung der EU beschafft. Dahingehend verbietet sich einiges bei der Ausschreibung. Man kann sagen, dass dann letztlich nur noch der Anschaffungspreis einziges Zuschlagskriterium ist, wonach dann Volvo die Fahrzeuge liefern durfte.

    Ist natürlich immer davon abhängig, wer sich überhaupt bewirbt. Zumindest wäre davon auszugehen, dass EvoBus und MAN sich in jedem Falle beteiligen werden. Einerseits wäre das neue MildHybrid-System der neuen C18 für die Bremsenergierückgewinnung abrufbar. Ebenso könnte EvoBus den C2G Hybrid anbieten. Der käme dann mit OM936+PowerBoost+Hybridmodul - also ziemlich genau das, was Regiobus schon seit Herbst 2018 im Raum Werder fährt. ;)

    Ich hoffe auch, dass MAN die Ausschreibung nicht gewinnt. Und das nicht, weil mir die alten Lion's City nicht gefallen (an die neuen muss ich mich noch optisch gewöhnen), sondern einfach aus dem Grund, dass die ViP mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder das ZF Ecolife bestellen werden. Beim C2 und Urbino IV wäre ich mit ZF zufrieden, die ziehen dann sehr gut. Die Lion's Citys laufen aber mit Voith wie ich finde eindeutig besser.

    Kommt auf die Spezifikation an. ViP hat eine große Achse dran mit kurzer Eco-Schaltstrategie des Ecolifes. Das ist Murks. Der verbaute D20 bringt überhaupt keine Leistung bzw. Drehmoment bei den geringen Drehzahlen, die Ecolife da nur zulässt.


    Unsere neuen A23 hier sind tatsächlich gefühlt zügiger. Da dreht Ecolife nicht nur die Fahrstufen länger durch, sondern scheint auch die Achsübersetzung anders zu sein.

    Offiziell niemand. ;) Seit Mai ist der ganze Laden führungslos. Interimsmäßig wurde Monty Balisch eingesetzt. Der war Hauptabteilungsleiter des Konzernconsultings der Stadtwerke Potsdam GmbH.


    Vielleicht sollte sich Herr Exner 'mal endlich selbst zum Geschäftsführer ernennen. So muss er nicht alle fünf Jahre neue Gründe finden, um die Geschäftsführung des Verkehrsbetriebs wieder einmal zu entsorgen.


    Herr Exner ist eh eine interessante Persönlichkeit. Selbst meine Professoren glauben, dass der Herr gerade in finanziellen Belangen der Stadt Potsdam gerne macht, was er will. Schaut man in den JAs der letzten Jahre der Stadt Potsdam, weist die Stadt sehr despektierlich variierend Überschüsse oder absolute Gewinnneutralität aus. Das ist auffällig - und sehr ungewöhnlich für Kommunen.

    Der SEV der SL 2 ist im Schnitt mit 20/15 kurz getaktet. Dafür verkehren zwei bis drei Solo-Fahrzeuge zwischen Waldcafé Görden und Dreifertstraße. Das reicht aus. Es werden dafür bereits von uns ausgemusterte Altfahrzeuge wieder zurück geholt. Ein Einsatz von Großraumgelenkomnibussen ist für den SEV nicht notwendig.

    Was bisher geschah...


    Betreffend der Brückenproblematik ist fünf Tage nach dem Super-GAU "Brücke des 20. Jahrestages" einiges passiert. Mit der Umprogrammierung der LSA auf der Umleitungsstrecke soll der Verkehrsfluss verbessert werden.


    Zudem haben die Verkehrsbetriebe angekündigt, vier bereits ausgemusterte Altfahrzeuge für den SEV zurück zu holen. Diese sind zwar inzwischen vollständig abgerüstet, sodass es für die Fahrgäste keine Möglichkeit gibt, im Ersatzverkehr schon einen Fahrschein zu erwerben. Dieser kann dann aber in der Straßenbahnlinie 1 regulär erworben werden.


    Genaueres lässt sich hier nachlesen: https://meetingpoint-brandenbu…iles/59843/1575983365.pdf

    Das handelt sich - wohl - um das sogenannte relative Überdruckventil, welches bei aktiver Haltestellenbremse zu diesem Schnaufen führt. Für die Haltestellenbremse wird ein Bremsdruck vorgegeben, der mit Druckluft aufgebaut wird. Überschreitet dieser die Vorgabe um eine gewisse Toleranz, wird der Bremsdruck wieder abgesteuert auf den vorgegebenen Wert. Dadurch entsteht das Schnaufen.


    Dieses Ventil lässt sich aber justieren. Das muss dann aber die Werkstatt vornehmen, die dann dieses Ventil neu programmiert und somit die Intensität des Schnaufens reduzieren kann.

    Jaja... Wenn das so weiter geht, brauchst du hier in der Stadt mehrere Fahrzeuge. Mit denen fährt man dann von Brücke zu Brücke... ^^^^


    Also das gibt noch richtig Ärger. Die Brücke des 20. Jahrestages ist so wichtig. Auf dem Quenz liegen mehrere Schulen, eine überregionale Berufschule, das Elektrostahlwerk, zahlreiche Geschäfte und weitere Industrie. Die Verbindung von der Stadt bis zur Quenzbrücke ist unerlässlich. Ein Ersatzverkehr mit Bussen ist schwierig und aufwendig. Keine Ahnung, ob dafür überhaupt die Fahrzeuge ausreichen. Drei Altwagen werden gerade ausrangiert. Falls die noch da sind, könnte man sie dafür noch nutzen. Ansonsten wäre ein Inselverkehr mit der Straßenbahn möglich. Je nach Auslegung der Sperrung könnte man ja wenigstens morgens und abends eine Bahn drüber rollen lassen. Dafür müssten dann nur Zweirichter auf der Linie 2 eingesetzt werden. Die Brücke wird dann fußläufig überquert - zumindest nur eine kleine Verzögerung für die Fahrgäste.

    Havelstadt versinkt im Brückenwahnsinn


    Wie vor ein paar Minuten bekannt wurde, lässt der Landesbetrieb für Straßenwesen eine weitere Brücke im Stadtgebiet Brandenburg an der Havel sperren.



    Ab 18:00 Uhr erfolgt mit sofortiger Wirkung die komplette Sperrung der Brücke des 20. Jahrestages mit samt der Europakurve für jegliche Art von Verkehr aufgrund akuter Einsturzgefahr. Somit ist auch das Befahren der Brücke mit Straßenbahnen und Bussen nicht mehr möglich. Bis Betriebsschluss verkehrt die Linie 2 unverändert. Derzeit ist nicht bekannt, wie zum Betriebsbeginn am 6. Dezember gefahren wird. Ggf. erfolgt ein Ersatzverkehr durch Busse auf unbestimmte Zeit. Mit sofortiger Wirkung werden die Buslinien N2 und E sowie die Regionalbuslinie 560 über Klingenberg, Karl-Marx-Straße zur Magdeburger Straße umgeleitet.


    Bereits vor zwei Jahren erfolgte eine Sperrung der Bahnüberführung Potsdamer Landstraße. Bis dato ist nicht bekannt, wann der Ersatzneubau dort erfolgt. Aktuell gilt auch für die Brücke auf der Potsdamer Landstraße eine Gewichtsbeschränkung in Höhe von 32 Tonnen.


    Mit der plötzlichen Sperrung der Brücke des 20. Jahrestages wird ein verkehrlicher Knotenpunkt in der Stadt komplett gesperrt. Es ist mit erheblichen Verkehrsbehinderungen und Staus auf unbestimmte Zeit zu rechnen. Zudem wird der Stadtteil Quenz komplett vom Straßenbahnverkehr abgekoppelt.


    Der Landesbetrieb für Straßenwesen hat folgendes veröffentlicht:

    Quote

    Die Brücke über den „Altstädter Bahnhof“ im Zuge der Magdeburger Landstraße (B 1) in Brandenburg an der Havel wird ab heute Abend(18.00 Uhr) für den Verkehr gesperrt. Diese Entscheidung wurde nach einer routinemäßigen Überprüfung des Bauwerks durch Prüfingenieure des Landesbetriebs Straßenwesen getroffen. Dabei wurden erhebliche Schäden festgestellt, die eine vorsorgliche Sperrung notwendig machen. Für die vielbefahrene Strecke wird eine Umleitung eingerichtet. Der Landesbetrieb Straßenwesen wird weitere Prüfungen durchführen, um den Schaden abschließend zu bewerten. Danach wird über die weitere Sperrung und über Baumaßnahmen entschieden."


    Derzeit ist nicht bekannt, ob und wie die Schäden zu beseitigen sind. Im Sommer 2016 wurde die Brücke schon über längere Zeit teilsaniert. Damals war schon offenkundig, dass zum Bau der Brücke noch zu DDR-Zeiten aus Ermangelung an Baustoffen Dichtmaterialien eingesetzt wurden, die für den Brückenbau nicht zulässig waren. So drang über Jahrzehnte Wasser in den Brückenbetonkoloss ein, der den Stadtring, Teile eines Industriegebiets und die Gleisanlagen des Güterbahnhofs/Regionalbahnstrecke nach Rathenow überspannt. Es zeigt sich nun, dass die Schäden trotz Sanierung so erheblich sind, dass wohl Fahrzeuge nicht mehr gefahrlos die Brücke passieren können. Ein riesiges Desaster.